| In diesem
Monat heißt es: Haut in Hektik
Wenn die Haut es besonders eilig hat...
Aus dem Inhalt:

WENN DIE HAUT ES BESONDERS EILIG HAT...
... dann liegt zumeist eine Hautfunktionsstörung vor,
bei der sich unsere Haut um das bis zu 7-fache schneller
erneuert als normal. Die Folge können sein: trockene, silbrig-weiß
schuppende, gerötete, juckende, entzündete
oder sogar blutende Hautpartien.
Der normale Lebenslauf der hornschichtbildenden Hautzellen (Keratinozyten)
dauert circa 28 Tage. Keratinozyten
entstehen in der untersten Schicht der Oberhaut (Epidermis), durch
die sie sich langsam nach oben bewegen.
Dabei wandeln sie sich zu verhornenden Hautzellen, die zusammen
mit Hornsubstanz eine feste, glatte Schicht
bilden. Sie sterben allmählich ab, werden von nachwachsenden
Hautzellen verdrängt und fallen als Schuppen ab.
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Gesunde
Haut
1. Hornschicht
2. Epidermis (Oberhaut)
3. Bindegewebe
4. Blutgefäße |
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Bei der Schuppenflechte vermehren sich die hornschichtbildenden
Zellen besonders schnell; je nachdem
sogar innerhalb von 3 bis 4 Tagen. Dadurch drängen einige nach
unten in die Lederhaut. Die meisten der
nach oben wandernden Hautzellen können nicht mehr richtig verhornen,
weil sie nicht genügend Zeit hatten,
sich zu entwickeln. Durch diese „Zellreifungsstörung“
entsteht an den betroffenen Hautpartien kein dichter,
zusammenhängender Hornbelag mehr und es kommt zu einer verstärkten
Schuppenbildung.
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Kranke
Haut
(Psoriasis Plaque)
1. Schuppung
2. verdickte Hornschicht (Hyperkeratose)
3. lufthaltige, aufgelockerte Räume
4. Entzündungszellen
5. erweiterte, gewundene Blutgefäße
6. verstärkte Zellteilung
7. verlängerte "Zapfen" (Reteleisten) der Epidermis
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(Bildquelle: www.hermal.de)
Außerdem vermehren sich die kleinen Blutgefäße
(Kapillaren) in der Haut, die Durchblutung der Lederhaut
nimmt zu. Da die schlecht verhornte Oberhaut die Lederhaut weniger
schützt, treten leichter Verletzungen und
Blutungen auf. Schließlich dann sammeln sich in der Haut immer
mehr Zellen des Abwehrsystems
(Entzündungszellen).
(Quelle: www.informationszentrale-haut.de)
PSORIASIS, WAS IST DAS?
Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine gutartige, chronisch
verlaufende, entzündliche Erkrankung der Haut, von
der in Deutschland rund zwei bis drei Millionen Menschen betroffen
sind. Psoriasis ist nach Neurodermitis die
zweithäufigste Hauterkrankung.
Die Psoriasis befällt Männer und Frauen gleich häufig.
Meist treten die Symptome erstmals zu Beginn des
20. Lebensjahres auf, um dann oftmals in Schüben wiederzukehren
(einen Schub bezeichnet man auch als
Rückfall oder Rezidiv. Der Begriff steht für eine zeitweilige
Verschlechterung des Krankheitsverlaufes). Bei einer
weiteren Gruppe von Patienten beginnt die Erkrankung erst nach dem
50. Lebensjahr. Dieser Typus ist seltener
und weist meist einen weniger schweren Krankheitsverlauf auf.
Das Wort Psoriasis leitet sich ab von dem griechischen Wort „Psora“,
die Schuppe und „psao“, ich kratze.
Ein paar wichtige Worte vorab
| Schuppenflechte ist: 1. nicht ansteckend,
2. kein Makel, 3. kein Grund zur Panik! |
Bei Hautkrankheiten wird häufig die Frage nach der Ansteckung
gestellt. Dies hängt vermutlich damit zusammen,
dass die Symptome sichtbar sind. Gewiss spielt auch tradiertes Halbwissen
über mittelalterliche Seuchen (z.B.
Aussatz) eine Rolle. Wie ausgeprägt die Erscheinungen der Schuppenflechte
im Einzelfall auch immer sind:
Psoriasis ist niemals ansteckend! Weder durch direkten Hautkontakt
noch durch Körperflüssigkeiten!
Zeigen sich auf Ihrer Haut trockene, gerötete, schuppige oder
entzündete Stellen, liegt mit hoher Wahrschein-
lichkeit eine Hautfunktionsstörung vor. Sie kann viele Ursachen
haben. Ob es sich dabei um eine Form der
Schuppenflechte handelt, kann mit Sicherheit nur ein Hautarzt (Dermatologe)
beurteilen.
Je nachdem helfen bereits spezielle dermatologische Reinigungs-
und Pflegepräparate für psoriatische Haut und
eventuell eine veränderte Lebensweise, um die Symptome zu beseitigen.
Bei konsequenter Anwendung bilden
sich die Symptome zurück und die Haut zeigt sich wieder von
ihrer zarten Seite. (Mehr dazu erfahren Sie unter
Die richtige Pflege psoriatischer Haut.)
Sollte die ärztliche Diagnose „Psoriasis“ lauten,
so ist auch dies kein Grund zur Verzweiflung. Wenngleich diese
Hauterkrankung in ihren unterschiedlichen Ausprägungen und
Intensitäten bis heute noch nicht vollständig
heilbar ist, so verfügt die moderne Medizin über hervorragende
Behandlungskonzepte und Therapien, die die
Symptome oft für eine lange, lange Zeit „beseitigen“,
sie lindern und das Leben auch weiterhin lebenswert
machen.
TYPISCHE ANZEICHEN EINER SCHUPPENFLECHTE
- Silbrig-weiße Schuppen.
Die vermehrte, aber unzureichende Verhornung der Oberhaut führt
zur
verstärkten Abstoßung gering verhornter Hautzellen
als Schuppen mit eigenartig glänzendem Aussehen.
- Rote verdickte Plaques.
Die starke Beschleunigung der Zellteilung kann zu krustenartigen
Auflagerungen
von unreifen Hornschichten führen. Die Verdickung der darunter
liegenden Haut ist vor allem durch eine
Entzündung verursacht.
- Begrenzte Psoriasis-Herde.
Oft befällt die Schuppenflechte nur bestimmte Hautregionen;
Vor allem den
Haaransatz, die Knie und Ellbogen. Die befallenen Hautteile sind
von der gesunden Haut zumeist deutlich
abgrenzbar, können aber auch zu größeren Flächen
zusammenfließen.
- Austrocknung der befallenen Haut.
Die ungenügende Verhornung bietet weniger Schutz vor dem
Austrocknen der Haut. Auch der natürliche Fettgehalt nimmt
ab, so dass die Haut spröde wird.
- Hautrötung. Das
verstärkte Wachstum der Hautkapillaren und deren gesteigerte
Durchblutung lassen die
erkrankte Haut übermäßig rot erscheinen. Eine
vermehrte Hautrötung tritt auch durch eine Entzündung
auf.
- Blutung aus befallenen Hautstellen.
Die unzureichend verhornten Hautareale der schützenden Ober-
haut und die vergrößerten und verstärkt durchbluteten
Kapillaren der Lederhaut können bereits nach
kleinen Verletzungen oder Entfernung von Schuppenplaques, z.B.
durch Kratzen, zu Blutungen führen.
- Sonderformen. Bei ungefähr
der Hälfte aller Schuppenflechte-Patienten ist auch der behaarte
Kopf
betroffen. Oft „wächst“ die Schuppenflechte aus
dem Haar heraus und befällt auch Stirn und Nacken.
Auch die Nägel können betroffen sein; manchmal sogar
als alleiniges Symptom einer „versteckten“
Psoriasis. Diese zeigt sich oft durch Vertiefungen der Nagelplatte
oder auch durch eine teilweise
Ablösung und gelbliche Verfärbung des Nagels. In schweren
Fällen können sich die Nagelplatten
verdicken und später zerfallen.
Weitere wichtige Ausprägungen sind zum einen die „pustulöse“
Psoriasis, bei der besonders die Hand-
innenflächen und Fußsohlen betroffen sind, und zum
anderen eine Mitbeteiligung der Gelenke in Form
einer Arthritis.
(Quelle: www.informationszentrale-haut.de)
MÖGLICHE URSACHEN UND AUSLÖSER
Konkrete Ursachen einer Psoriasis sind bis heute nicht
eindeutig geklärt. Bekannt sind jedoch verschiedene
Faktoren, die beim Vorliegen einer genetischen Veranlagung für
den Erstausbruch der Psoriasis und für
Erkrankungsschübe verantwortlich sind. Ist die Psoriasis somit
erst einmal aufgetreten, kann sie ein Leben lang
vorherrschen (muss sie aber nicht!).
Durch Selbstbeobachtungen Betroffener und Erhebungen behandelnder
Ärzte konnte im Laufe der vergangenen
Jahrzehnte eine beachtliche Sammlung von Auslösefaktoren zusammengestellt
werden.
Insgesamt sind die einzelnen Faktoren bezüglich ihrer Krankheitsrelevanz
von Patient zu Patient unterschiedlich
zu bewerten. Zudem ist der Zusammenhang häufig nicht ohne weiteres
erkennbar, denn in der Regel treten die
Folgen erst nach einigen Tagen oder Wochen ein. Wichtig für
die Betroffenen ist jedoch zu wissen, welche
dieser Faktoren bei ihnen eine Psoriasis verstärken können.
| Faktoren |
Beschreibung |
Streptokokken
Infektions-
krankheiten
|
Z. B. Hals-/Racheninfekte. Besonders bekannt sind Halsinfektionen
und Infektionen des übrigen Atmungstraktes, die eine
Psoriasis auslösen können. |
Andere
Infektions-
krankheiten |
Häufig kommt es zu Schüben im Rahmen von Erkältungskrankheiten
und Virusgrippen,
aber auch andere virale Erkrankungen wie Herpes, Röteln,
Masern, Windpocken und
Gürtelrose, langwierige Entzündungen innerer Organe
und HIV-Infektion können der
auslösende Faktor sein. |
| Allergien |
Allergische Reaktionen. |
Stoffwechsel-
störungen
|
Z. B. Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), hormonelle Schwankungen
(Pubertät,
Schwangerschaft). |
Klimatische
Bedingungen
|
Saisonale Schwankungen der Krankheitsaktivität sind normal.
Im Frühling und im
Spätherbst kommt es in der Regel zur Verstärkung der
Symptome. |
| Medikamente |
Gewisse Medikamente können die Krankheit auslösen
und/oder verschlechtern. Dazu
gehören z. B. Lithium, Antimalariamittel, Beta-Blocker,
ACE-Hemmer, Interferon,
Progesterone, kortisonfreie Antirheumatika, systemische Kortikosteroide
nach dem
Absetzen. Es ist wichtig, dass Sie darüber informiert sind,
ob Ihre Medikamente Psoriasis
verstärken können. |
| Stress |
Psyche, positiver und negativer Stress, Depressionen, Angst. |
| Umwelt |
Umweltbedingte Einflüsse, z. B. trockene Luft im Winter
oder ein Sonnenbrand. |
| Verletzungen |
Offene Verletzung der Haut, z. B. Schnitte oder Injektionen. |
| Hautschäden |
Hautschädigungen durch physikalische und chemische Einwirkungen,
z. B. eng anliegende
Armbänder, Gürtel oder BH, scheuernde Kleidung, heftiges
Kratzen, Verbrennungen,
Tätowierungen. |
| Irritative Lokaltherapie |
Z. B. mit unverträglicher Salbe. |
| Reizungen der Haut |
Druckstelle/mechanische Reizungen. |
| Alkohol |
Vor allem bei übermäßigem Genuss. |
| Übergewicht |
Vor allem bei starkem Übergewicht. |
| Rauchen |
Vor allem, wenn die Hände betroffen sind. |
| Ernährung |
Auch bestimmte Ernährungsfaktoren scheinen in einzelnen
Fällen eine negative Rolle zu
spielen. |
Insgesamt ist bei Faktoren wie Rauchen, Alkohol und Stress die
Einordnung ins Krankheitsgeschehen ausge-
sprochen schwierig, da sie sowohl Ursache als auch Folge der Erkrankung
sein können.
(Quelle: www.psoriasis-konkret.de)
ERSCHEINUNGSFORMEN
Bei der überwiegenden Mehrheit der Psoriatiker lautet
die ärztliche Diagnose „Psoriasis vulgaris“, also
„gewöhnliche Schuppenflechte“.
Manche Menschen weisen gleichzeitig auch andere Formen auf. Dabei
laufen in den psoriatischen Herden zwei
Prozesse gleichzeitig ab: Zum einen ist die Haut gerötet, dicker
als normal und blutet leicht. Zum anderen
werden zu viele Hornzellen gebildet, die sich dann als Schuppen
auf den betroffenen Stellen ablagern.
Je nach Form, Ausdehnung und Auftreten spricht man von verschiedenen
Formen der Schuppenflechte:
- Psoriasis follicularis:
stecknadelgroße Herde an den Talgdrüsen
- Psoriasis punctata: sehr
kleine, lediglich punktförmige Herde
- Psoriasis guttata: erbsengroße
und tropfenförmige Herde
- Psoriasis nummularis:
münzenförmige Herde
- Psoriasis generalisata:
über den ganzen Körper oder viele Regionen verteilte
Herde
- Psoriasis inversa: Herde
in Körperfalten wie Bauch- und Analfalte, Achsel, Nabelgegend,
Leistenpartie.
Sonderformen:
- Psoriatische Erythrodermie: Diese Erscheinungsform
tritt sehr selten auf und hat einen vollständigen
Befall der Haut mit Schuppenflechte zur Folge.
- Psoriasis pustulosa: Bei ihr bilden sich zahlreiche
kleine Pusteln, die mit Eiter gefüllt sind. Eine Variante
dieser Psoriasis-Form beschränkt sich auf Handinnenflächen
und Fußsohlen.
- Psoriasis-Arthritis: Zwischen 10 % und 20 %
aller Psoriatiker verspüren ab und zu leichte und schwerere
Gelenkbeschwerden, die typischerweise in den Finger- und Zehengelenken
auftreten. Gleichzeitig weisen
zumeist auch die Nägel psoriatische Veränderungen auf.
Schubweise oder mit ständiger entzündlicher
Aktivität kommt es zu Bindegewebsschrumpfungen und schließlich
zu einer irreversiblen Zerstörung der
Gelenke und der angrenzenden Knochen.

THERAPIEMÖGLICHKEITEN
Die Therapie bei Psoriasis setzt sich generell aus zwei
Komponenten zusammen: der medizinischen Therapie
und der aktiven Mithilfe durch den Patienten, dem Selbst-Management.
Dies heißt im Grunde nichts anderes
als die Haut intensiv und vor allem konsequent zu pflegen sowie
bestimmte Gewohnheiten und Handlungsweise
bewusster zu erleben und eventuell zu verändern.
Zwar kann das Selbst-Management und die topische (äußerliche)
Pflege die medizinische Therapie nicht immer
ersetzen, allerdings sollte sie auch nicht unterschätzt werden,
da sie die jeweilige medizinische Behandlung
effektiv unterstützen kann.
Im Folgenden haben wir eine kleine Therapieübersicht für
Sie zusammengestellt, die in vier Säulen untergliedert
werden kann:
1. die Lokal-Therapie (auch topische oder äußerliche
Behandlung genannt)
2. die Bestrahlungs- oder Licht-Therapie
3. die systemische Therapie (auch innerliche Behandlung genannt)
4. das Selbst-Management (Vortragsveranstaltung mit Dr. med. H.-F.
Döring am 08.11.05)
Als grobe Regel gilt:
- milde Schuppenflechte: Lokal-Therapie
- mittelschwere Schuppenflechte: Licht-Therapie
- schwere Schuppenflechte: systemische Therapie
und neuerdings auch Biologicals.
Die Lokal-Therapie
Kortikoide. Kortison, genauer gesagt Hydrokortison,
ist ein körpereigenes, essenzielles Hormon. Es verfügt
über eine entzündungshemmende Wirkung und spielt eine
tragende Rolle im Rahmen der körpereigenen,
natürlichen Stressreaktion. Durch einen chemischen Prozess
wird aus Hydrokortison Kortison gebildet, dessen
entzündungshemmende Wirkung um ein Vielfaches stärker
ist. Aufgrund der schlechten Erfahrung mit der
Behandlung mit Kortikoiden in der Vergangenheit schrecken viele
davor zurück. Allerdings ist heutzutage bei
richtiger Anwendung der modernen Kortikoide in der Regel nichts
zu befürchten. (Lesen Sie hierzu auch:
Wissenswertes
über Kortison.)
Vorteile: Effektiv gegen Juckreiz, schnelle
Wirksamkeit, Entzündungen der Haut werden gelindert.
Vor allem auf dem behaarten Kopf ist meist eine schnelle Besserung
des Kopfhautzustandes zu
verzeichnen. Kann gut in Kombination mit einer Lichtbehandlung
oder Vitamin D3-Analogen
angewandt werden.
Nachteile: Es kann zu einer Hautverdünnung kommen.
Eventuell vermehrtes Auftreten von
kleinen erweiterten Blutgefäßen und leichtere Verletzlichkeit.
Kurzfristige Anwendung, höchstens
8 Wochen lang. Bei Anwendung im Gesicht und an den Ohren ist Vorsicht
geboten.
Cignolin. Der (mittlerweile) synthetische Wirkstoff Cignolin
(auch unter den Namen Anthralin und Dithranol
bekannt) wird ausschließlich zur Behandlung von Psoriasis
angewandt. Cignolin ist sozusagen der Klassiker
unter den Wirkstoffen, denn er wird bereits seit 1916 bei der Behandlung
von Schuppenflechte eingesetzt.
Cignolin kann durch die Hemmung bestimmter Enzyme die Zellteilung
der erkrankten Haut eindämmen und
führt zu einem Rückgang der Schuppung.
Vorteile: Es sind trotz der Anwendung seit Anfang
des Jahrhunderts keine langfristigen
Nebenwirkungen bekannt. Die Kombination mit anderen Präparaten
ist überwiegend problemlos.
Insbesondere Ölbäder oder UV-Bestrahlung in Kombination
mit Cignolin werden als vorteilhaft
beschrieben.
Nachteile: Es kann zur Reizung der gesunden Haut
kommen. Beim Auftragen können Brennen
oder Juckreiz auftreten. Häufigste Nebenwirkungen sind Hautirritationen,
vor allem Rötungen. Der
wohl größte Nachteil ist die rasche Braunfärbung
der gesunden Haut und/oder der Kleidung, die
auf eine chemische Reaktion des Wirkstoffs mit Sauerstoff zurückzuführen
ist.
Vitamin D3 –Analoge. Vitamin D3 ist ein essenzielles
(lebensnotwendiges), fettlösliches Vitamin, das
normalerweise über die Nahrung aufgenommen wird. Es reguliert
unter anderem die Erneuerung der obersten
Hautschicht und das Entzündungsgeschehen. 1987 kamen Medikamente
mit der von Vitamin D3 chemisch
abgeleiteten Substanz Calcipotriol auf den Markt, die ausschließlich
zur Behandlung von Psoriasis eingesetzt
wurden und werden: die so genannten Vitamin D3-Analoge.
Vorteile: Im Allgemeinen sehr gut verträglich.
Die Immunfunktion der Haut wird reguliert. Durch die
verlangsamte Zellteilung geht die Schuppung der Haut zurück.
Nachteile: Zu Beginn der Behandlung kann es nach
Anwendung zu leichtem Brennen der Haut
kommen. Einige wenige Patienten vertragen die Medikamente nicht
und reagieren dementspre-
chend mit Hautreizungen. Die meisten Vitamin D3-Abkömmlinge
sind nicht im Gesicht und
Genitalbereich anwendbar.
Tazaroten. Ein Wirkstoff, der zur Stoffklasse der so genannten
Retinoide gezählt wird. Dies sind vom (Haut-)
Vitamin A abgeleitete Substanzen. Damit Tazaroten besser in die
Haut eindringen kann, ist es als Gel erhältlich.
Vorteile: Wirkt entzündungshemmend und
reguliert die Hauterneuerung. Die Gel-Form trocknet die
Haut nicht aus und wird von den meisten Patienten als angenehm
empfunden. Kann auch in
Kombination mit verschiedenen Formen der Photo- bzw. Photochemotherapie
angewandt werden.
Nachteile: Häufigste Nebenwirkungen sind
Brennen und Rötungen der Haut nach dem Auftragen
des Gels, wobei das Medikament in einigen Fällen abgesetzt
werden muss. Medikamente mit
diesem Wirkstoff dürfen meist nicht während Schwangerschaft
und Stillzeit angewandt werden.
Nicht anzuwenden im Gesicht, im Genitalbereich und auf dem behaarten
Kopf sowie in befallenen
Körperfalten. Es können nur kleinere Hautpartien behandelt
werden.
Kohlenteer. Die äußerliche Behandlung mit Teeren
zählte bis vor einigen Jahren noch zur Standardtherapie
bei Psoriasis. Schließlich werden diverse Hautkrankheiten
seit mehr als 100 Jahren mit Teeren behandelt.
Kohlenteer ist eine Mischung aus kohleartigen Substanzen, wobei
die Wirkweise verglichen mit moderneren
Medikamenten mittlerweile eher als schwach eingestuft wird.
Vorteile: Hemmt bestimmte Enzyme, verlangsamt
so das Zellwachstum und wirkt der Schuppen-
bildung entgegen. Vermindert den Juckreiz und lindert Entzündungen.
Nachteile: Nicht für die Anwendung bei nässenden
und/oder stark geröteten Herden geeignet. Darf
nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit oder bei
Kleinkindern angewandt werden. Ganz
besondere Vorsicht ist geboten bei der Anwendung in Körperfalten
und im Intimbereich.

Die Bestrahlungs- oder Licht-Therapie
UV-B-Therapie. Für die dermatologische Lichttherapie
wird überwiegend UV-B-Licht verwendet. Man unterschei-
det hierbei in Breitspektrum- und Schmalspektrum-UV-B-Therapie.
Bei der Breitspektrum-Therapie wird der gesamte Körper in speziellen
Kabinen bestrahlt. Die Anzahl und Dauer
der Sitzungen richten sich nach dem jeweiligen Hauttyp sowie der
Ausweitung und Intensität der Psoriasis. Bei
der UV-B-Schmalspektrum-Therapie wird eine spezielle Leuchtstoffröhre
zur punktuellen Behandlung betroffener
Hautareale verwendet. Oftmals wird die energiereiche UV-B-Strahlung
zusätzlich mit Medikamenten wie Korti-
son oder Vitamin D3-Abkömmlingen kombiniert.
Vorteile: Gilt als Standardtherapie bei mittlerer
bis schwerer Psoriasis. Hemmt die übermäßige
Zellaktivität durch Beeinflussung immunbiologischer Prozesse.
Größere Hautbereiche können
problemlos behandelt werden.
Nachteile: Als akute Nebenwirkung ist vor allem
Sonnenbrand zu nennen, der sowohl leichte Haut-
rötungen als auch schwerere Verbrennungen (Bläschenbildung)
mit sich bringen kann. Langfristig
könnte eventuell ein erhöhtes Krebsrisiko bestehen.
PUVA-Therapie. Auch als Photochemotherapie bekannt. Die
Bezeichnung PUVA-Therapie setzt sich aus
einer Kombination von UV-A-Bestrahlung und Psoralen zusammen. Psoralen
sind Medikamente, die die Licht-
empfindlichkeit steigern, um eine effektivere Wirkung zu erzielen.
Diese Methode wurde in den 1970ern speziell
für die Behandlung der Psoriasis entwickelt. Die „Lichtempfindlichkeitssteigerer“
können sowohl in Form von
Tabletten, Creme oder über das Badewasser mittels speziellen
Zugaben über die Haut aufgenommen werden.
Vorteile: Hat sich insbesondere bei der Behandlung
von „gewöhnlicher Schuppenflechte“ bewährt.
Eignet sich besonders in Kombination mit topischen Medikamenten
wie Kortikoiden oder Taza-
roten. Hat nebenbei einen positiven psychischen Nutzen für
den Patienten, da die Haut durch die
Einnahme von oben beschriebenen Tabletten oder Badezusätzen
(nicht aber durch Cremes)
gleichmäßig gebräunt wird.
Nachteile: Bei zu langer Bestrahlungszeit kann
ein leichter bis schwerer Sonnenbrand hervorge-
rufen werden. Durch langfristige Anwendung kann es zur vorzeitigen
Hautalterung kommen.
Aufgrund von langfristiger Anwendung können Pigmentstörungen
der Haut auftreten.
Lasertherapie. Mit dem relativ neuartigen Excimer-Lasersystem
aus den USA ist es möglich, das UV-B-Licht
gezielt auf die betroffenen Hautareale anzubringen, ohne dass die
gesunde Haut Schaden nimmt. Durch die
punktgenaue Behandlung ist eine Bestrahlung mit einer hohen Dosis
an UV-B-Licht problemlos möglich.
Vorteile: Die gesunde Haut wird bei der Behandlung
nicht angegriffen und so das Risiko für Haut-
schädigungen reduziert. Relativ schnelle Wirkweise, dadurch
sind weniger Sitzungen notwendig.
Durch die hoch dosierte Bestrahlung kann in der Regel auf weitere
Medikamente verzichtet werden.
Nachteile: Als Begleiterscheinung der Therapie
treten in den meisten Fällen Hautrötungen auf.
Bei besonders hoch dosierter Strahlung kann es zu Sonnenbrand
mit Bläschenbildung kommen.
Die relativ kostspielige Behandlung wird bisher nicht von den
gesetzlichen Krankenkassen getragen.
Die systemische Therapie
Acitretin. Der Wirkstoff Acitretin zählt
ebenso wie Tazaroten zu den Retinoiden, also zu den Vitamin
A-Analogen. In der monotherapeutischen Anwendung hat Acitretin im
Vergleich zu anderen Medikamenten
eine schwächere Wirksamkeit. In Kombination mit der PUVA-Therapie
jedoch, kann eine Wirkungsverstärkung
erzielt werden.
Vorteile: Besonders positive Effekte in der
Behandlung von Psoriasis pustulosa, insbesondere bei
Psoriasis pustolosis palmo-plantaris. Eine Kombination –
z.B. mit Lokal-Therapeutika wie Kortiko-
iden, Vitamin D3-Analogen und Cignolin – ist möglich.
Wie bereits erwähnt, hat der Wirkstoff in
Kombination mit der PUVA-Therapie eine höhere Wirksamkeit.
Nachteile: Vor allem bei höherer Dosierung
kann es zu Mund- und Augentrockenheit sowie zu
spröden Lippen kommen. Eine Langzeitanwendung kann zu Haarverlust
führen, der jedoch nach
dem Absetzen des Medikaments in der Regel wieder zurückgeht.
Acitretin ist fruchtschädigend,
das heißt, der Wirkstoff darf weder von Frauen in der Schwangerschaft
oder während der Stillzeit
noch von Frauen im gebärfähigen Alter eingenommen werden.
Fumarsäureester. Wird auch als Fumarat bezeichnet.
Die im Allgemeinen positive Wirkung auf die erkrankte
Haut ist bereits seit 1959 bekannt. Die Therapie mit Fumarsäureester
eignet sich speziell für die Behandlung
von Psoriasis vulgaris.
Vorteile: Reguliert die zu schnelle Zellerneuerung
der Haut und hat entzündungshemmende
Wirkung. Kann (unter ärztlicher Aufsicht!) als Dauerbehandlung
über einen Zeitraum von bis zu 2
Jahren angewandt werden. Bei längerer Anwendung auch positive
Wirkung auf befallene Nägel
und Gelenke.
Nachteile: Häufigste Nebenwirkung ist eine
Störung des Magen-Darm-Traktes, die sich unter
anderem durch Unwohlsein und Durchfall äußern kann.
Typische Begleiterscheinungen sind
aufsteigende Hitze und ein gerötetes Gesicht sowie Kopfschmerzen,
die nach wenigen Minuten,
aber auch erst nach einigen Stunden nachlassen können. In
seltenen Fällen kann es zu vermehrter
Eiweißausscheidung kommen. Daher sind regelmäßige
Kontrollbesuche beim Arzt notwendig, wo
auch Blutbild, Leber- und Nierenwerte überprüft werden
müssen.
Ciclosporin. Eingesetzt wird dieser Wirkstoff seit
den frühen 1980ern nach Organverpflanzungen. Hierbei
verhindert Ciclosporin, dass der Körper das fremde Organ ablehnt.
Nachdem sich eine positive Wirkung nach
Einnahme des Medikaments bei Patienten mit Schuppenflechte zeigte,
wurde das Arzneimittel auch zur
Behandlung bei Psoriasis zugelassen. Der Wirkstoff wird in Kapselform
oder als Trinklösung eingenommen
und hemmt die Aktivität der Entzündungszellen.
Vorteile: Wird überwiegend bei der Behandlung
von Psoriasis vulgaris eingesetzt, ist aber auch bei
Erythrodermie (Befall des gesamten Körpers) wirksam. Meist
ist bereits nach kurzer Anwendung
(4 bis 6 Wochen) eine erste Hautverbesserung zu erkennen. Bei
Patienten, die besonders auf den
Wirkstoff ansprechen, kann nahezu eine völlige Erscheinungsfreiheit
erzielt werden.
Nachteile: Zu den Nebenwirkungen zählen
oftmals Einschränkung der Nierenfunktion, Entstehung
oder Verschlechterung des Bluthochdrucks, verstärkter Haarwuchs
sowie Zahnfleischwucherungen
und Müdigkeit. Regelmäßige Kontrollbesuche beim
Arzt, wobei die Nieren-, Blut, Leber- und
Blutfettwerte gemessen werden, sind daher unumgänglich. In
Einzelfällen kann es – insbesondere
bei Patienten, die mehrmals die PUVA-Therapie angewandt haben
– zur Entwicklung von
oberflächlichen Hauttumoren kommen.
Methotrexat. Methotrexat, kurz MTX, findet bereits
seit den 1950ern Anwendung in der innerlichen Behandlung
von Psoriasis. Ursprünglich wurde der Wirkstoff allerdings
für die Behandlung in der Krebstherapie entwickelt.
Eingenommen wird MTX in Form von Tabletten oder er wird direkt in
die Vene eingespritzt.
Vorteile: Hemmt Entzündungen der Haut und
verlangsamt das Zellwachstum. Findet häufig
Anwendung in der Behandlung von Psoriasis-Arthritis und Psoriasis
pustulosa. Bei der Behandlung
von Psoriasis-Arthritis kann meist eine weitere Zerstörung
von Knorpeln und Knochen verhindert
werden.
Nachteile: Eignet sich lediglich zur kurzzeitigen
Therapie, da sich der Körper die Gesamtmenge
des verabreichten MTX "merkt", das heißt, es kann
zu einer so genannten "kumulativen Toxizität"
kommen. Das MTX wird vom Körper nicht abgebaut oder ausgeschieden,
so dass die Menge des
Wirkstoffes im Körper ständig zunimmt. Im schlimmsten
Fall kann dies mit einer Vergiftung enden.
Es ist daher nötig, die Leberfunktion und das Blutbild bei
regelmäßigen Kontrollbesuchen beim Arzt
zu überprüfen. Sollte nicht mit einer Licht-Therapie
kombiniert werden.
Biologicals. Relativ neue Präparate-Gruppe (vorwiegend
auf dem amerikanischen Markt erhältlich). Biologicals
sind speziell für die Behandlung von Psoriasis genetisch hergestellte,
injizierbare Medikamente, die die Funktion
der T-Zellen hemmen, die wahrscheinlich maßgeblich am Ausbruch
der Hautkrankheit beteiligt sind.
Bislang ist es noch zu früh, Vor- und Nachteile der Biologicals
aufzuzeigen, da die meisten
Medikamente noch auf ihre Wirksamkeit, Verträglichkeit und
Nebenwirkungen überprüft werden.
Sole-Therapie. Ein Sole-Bad, also ein Bad in salzhaltigem
Wasser, kann entzündungsfördernde Stoffe aus
der psoriatischen Haut herausspülen. Insbesondere in Kombination
mit einer Licht-Therapie können positive
Effekte erzielt werden.
Die Therapie sollte nicht bei Patienten mit Wunden oder Rissen
in der Haut angewendet werden;
auch nicht bei Menschen, die an zusätzlichen Infektions-
und/oder Herz-Kreislauferkrankungen
leiden.
(Quelle: www.aqeo.de – Boots Healthcare International)
HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN (FAQ)
Welchen Einfluss hat die Psoriasis auf die Lebenserwartung?
Die Erkrankung ist, nach medizinischer Definition, gutartig.
Die Lebenserwartung ist bei Psoriasis
grundsätzlich nicht verändert.
Ist die Schuppenflechte heilbar?
Wenn Sie Heilung als Beseitigung der Ursachen auffassen: nein.
Heilung bedeutet aber auch
Symptomlinderung bzw. -freiheit. Dies ist mit der modernen Behandlung
der Psoriasis erreichbar.
Allerdings müssen Sie mit einem Widerauftreten der Beschwerden
rechnen.
Ist die Schuppenflechte ansteckend?
Nein. Schuppenflechte ist genetisch bedingt. Sie hat weder etwas
mit der persönlichen Hygiene zu
tun, noch kann sie durch Berührungen oder sexuelle Kontakte
übertragen werden.
Kann es sein, dass sich die Schuppenflechte von alleine
bessert, z.B. im Alter?
Wie bei jeder Erkrankung gibt es spontane Besserungen. Regelhaft
wird die Psoriasis aber nicht
besser – auch nicht im Alter.
Führt Psoriasis irgendwann zu Hautkrebs?
Nein. Trotz der beschleunigten Zellteilungsrate in der betroffenen
Haut ist noch nie eine Häufung
von Hautkrebs oder ähnlichem beim Patienten mit Schuppenflechte
beobachtet worden.
Werden meine Kinder ebenfalls Schuppenflechte bekommen?
Das ist möglich. Bei Kindern mit einem an Psoriasis erkrankten
Elternteil ist die Wahrscheinlich-
keit, dass die Krankheit im Laufe des Lebens ausbricht, circa
fünfmal größer als bei gesunden
Eltern. Haben Vater und Mutter Psoriasis, ist das Risiko sogar
20-mal höher.
Ich wünsche mir ein Kind, habe aber starke Schuppenflechte.
Verschlechtert sich die Haut in
der Schwangerschaft?
Das ist leider nicht vorhersehbar; sowohl eine Verbesserung wie
auch eine Verschlechterung sind
möglich. Der Ablauf der Schwangerschaft selbst ist durch
eine Psoriasis nicht gefährdet. Wichtig:
Bestimmte Medikamente, z.B. Retinoide, dürfen kurz vor und
während der Schwangerschaft nicht
genommen werden.
Gibt es eine Standardbehandlung?
Nein. Da die individuelle Ausprägung der Schuppenflechte
ganz unterschiedlich sein kann, ist auch
die Behandlung individuell zu gestalten. Zudem können im
Laufe von Monaten oder Jahren verschie-
dene Verfahren – auch miteinander kombiniert – zum
Einsatz kommen. Im Allgemeinen gilt aber,
dass mit lokalen Therapien und/oder Lichtbehandlungen begonnen
wird, bevor systemische
Therapien angewendet werden.
Wie lange dauert es, bis sich bei einer Behandlung mit
Vitamin-D3-Präparaten erste Besserungen
zeigen?
In vielen Fällen sind bereits nach rund 2 Wochen erste Ergebnisse
zu sehen. Grundsätzlich gilt
aber auch bei diesem bewährten Wirkstoff, dass bis zu 4 oder
6 Wochen vergehen können, bevor
sichtbare Verbesserungen zu erzielen sind. So lange sollte mit
der Behandlung auch fortgefahren
werden.
Können Teerpräparate Hautkrebs verursachen?
Nein. Mehrfache Untersuchungen haben gezeigt, dass auch die langjährige
Behandlung mit Teer-
präparaten zu keiner Erhöhung des Hautkrebsrisikos führt.
Worauf muss ich bei Kopf-Psoriasis besonders achten?
Um zunächst die Schuppen zu lösen, sollte ein Salicyl-Öl-Präparat
verwendet werden. Dieses
wird einmassiert und kann über Nacht, ggf. mit einer Duschhaube
abgedeckt, einwirken und
am nächsten Morgen ausgewaschen werden. Neben den bekannten
teer- und gerbstoffhaltigen
Shampoos gibt es auch Lösungen, meist auf alkoholischer Basis.
Steroid-Lösungen werden bei
entzündlichen, aufgekratzten Formen angewendet (Steroid ist
ein Sammelbegriff für Medikamente,
die chemisch wie bestimmte Hormone der Nebennierenrinde aufgebaut
sind). Auch Vitamin- D-Sub-
stanzen sind in Lösungen verfügbar. Sie wurden eigens
für die Therapie behaarter Körperstellen
entwickelt. Dabei wird das Haar über den betroffenen Stellen
gescheitelt und die Lösung sparsam
und sorgfältig einmassiert.
Außerdem bietet Ihnen Ihre Markt-Apotheke ein hervorragendes
Sortiment dermatologisch einwand-
freier Shampoos für psoriatische Haut, die der übermäßigen
Schuppenbildung entgegen wirken,
Juckreiz lindern, für die Rückfettung der Kopfhaut sorgen
und dem Haar einen feinen seidigen Glanz
verleihen (Die richtige
Pflege psoriatischer Haut).
Meine Haut trocknet immer so schnell aus, besonders wenn
ich sie mit Dithranol-Präparaten
behandle. Was kann ich dagegen tun?
Trockene und spröde Haut kommt nicht alleine durch die Behandlung
mit Teer oder Dithranol
zustande, sondern ist auch eine Folge der Psoriasis selbst. Sie
sollten eine Basisbehandlung
mit hautpflegenden Präparaten vornehmen. Gegen trockene spröde
Haut helfen ölhaltige und
rückfettende Pflegebäder sowie fetthaltige und feuchtigkeitsspendende
Cremes und Körperlotions.
In Ihrem Kompetenzzentrum für Hautgesundheit in Ihrer Markt-Apotheke
berät man sie gerne und
hält spezielle Körperpflege-Produkte speziell für
psoriatische Haut für Sie bereit – Die
richtige
Pflege psoriatischer Haut.
Welchen Einfluss hat die Ernährung?
Soweit bekannt, ist die Art der Ernährung nicht ursächlich
an der Psoriasis beteiligt. Deswegen gibt
es auch keine spezielle „Psoriasis-Diät“. Aber
eine gesunde, vollwertige Ernährung beeinflusst viele
Erkrankungen positiv, auch die Schuppenflechte. Zahlreiche Patienten
berichten auch von einer
Verschlimmerung ihrer Beschwerden, wenn Sie Alkohol trinken. In
diesen Fällen sollte man ganz
auf alkoholische Getränke verzichten.
Interessantes und Wissenswertes zu diesem Thema finden Sie auch
in Ernährungs-Tipps.
Darf ich regelmäßig ins Solarium gehen bzw.
im Sommer sonnenbaden?
Bei ca. 80 % aller Psoriasis-Patienten verbessert sich die Haut
durch Sonnenschein. Aber Vorsicht
ist geboten, da jeder Sonnenbrand zu neuen Schüben führen
kann. Beachten sollte man auch,
dass bestimmte Präparate, z.B. Teer, die Haut lichtempfindlicher
machen. Diese also erst nach
dem Strandbesuch anwenden! Solarien sollten nicht benutzt werden,
sofern sie nicht spezielles
UV- B-Licht ausstrahlen. Daher vorher unbedingt den Hautarzt fragen.
Meine Tochter hat seit einem halben Jahr Schuppenflechte
und bekommt Probleme in der Schule.
Was kann ich machen?
Gerade Kinder leiden unter sozialer Ablehnung, da sie die Abwehrreaktion
ihrer Mitmenschen noch
nicht begreifen. Sie brauchen deswegen ein hohes Maß an
Zuwendung innerhalb der Familie.
Wichtig ist auch, den Klassenlehrer über die Erkrankung Ihrer
Tochter zu informieren. Im Unterricht
kann die Thematik dann angemessen behandelt werden. So kann die
Integration von Kindern mit
chronischen Erkrankungen verbessert werden.
Ich leide stark unter meinem Aussehen. Da keine Behandlung
so richtig anschlägt, habe ich schon
mehrfach den Arzt gewechselt. Vergeblich! Was kann ich noch tun?
Die seelische Verfassung und die persönliche Akzeptanz der
Erkrankung Ihrer Haut sind für den
Therapieerfolg sehr wichtig! Dies wird oft unterschätzt.
Es wäre schön, Sie könnten lernen, wie Sie
sich selbst mit Ihrer Erkrankung akzeptieren und Ihr Leben darauf
einstellen können. Die Erfahrung
von Psoriasis-Patienten zeigt:
Wenn Sie sich selbst angenommen haben, werden Sie auch von den
meisten Mitmenschen
akzeptiert, und zwar so, wie Sie sind. Ein häufiger Arztwechsel
hilft über diesen eigenen Schritt
nicht hinweg.
Wer hilft mir dabei, mit meinen schweren Hautveränderungen
besser zu leben?
Empfehlenswert ist die Hilfestellung durch Patientenorganisationen
oder Selbsthilfegruppen. Unter
Hier erhalten Sie das ganze
Jahr über Rat und Hilfe finden Sie unter anderem die
Adressen wich-
tiger Institutionen, Organisationen und Selbsthilfegruppen, an
die Sie sich wenden können.
Manchmal kann es auch sehr hilfreich sein, einen Arzt für
psychosomatische Medizin oder einen
Psychologen zu einem beratenden Gespräch aufzusuchen.
(Quellen: www.informationszentrale-haut.de; Schering Deutschland
GmbH)

ERNÄHRUNGSTIPPS FÜR PSORIATIKER
Wie bereits erwähnt, gibt es keine allgemeingültige Diät
für Psoriatiker, deren Wirkweise wissenschaftlich belegt
ist; denn so individuell jede Psoriasis verläuft, so individuell
sind auch die (Haut-)Reaktionen auf bestimmte
Lebensmittel. Folgende Ernährungstipps resultieren aus bestehenden
Empfehlungen von Experten oder
Erfahrungsberichten von Psoriasispatienten:
Getränke. Versuchen Sie möglichst viel
zu trinken (mindestens 2 Liter Flüssigkeit pro Tag). Meiden
Sie dabei
kalorienhaltige Getränke wie süße Limonaden und
Säfte. Auch Möhren- und Tomatensaft können Krankheits-
schübe provozieren. Alkohol sollten Sie - wenn überhaupt
- nur gelegentlich und vor allem in Maßen konsu-
mieren, denn es ist bekannt, dass Alkohol einen Schub beeinflussen
oder sogar auslösen kann.
Obst. Da jede Psoriasis unterschiedlich verläuft,
müssen Sie individuell für sich Ihren persönlichen
"Obstkorb"
bestimmen. Besonders Zitrusfrüchte bewirken aufgrund ihrer
Inhaltsstoffe bei vielen Betroffenen ein Aufblühen der
Psoriasis. Bananen hingegen gelten als allgemein gut verträglich.
Gemüse. Gemüse stellt in der Regel keine
Gefahr dar, besonders Kohlsorten aller Art sind überwiegend
gut
hautverträglich.
Getreide. Verwenden Sie möglichst nur Getreide
in seiner reinen Form (ohne Konservierungsstoffe und
Backmittel). Kaufen Sie am besten nur dort Teigwaren, wo Sie sich
der Inhaltsstoffe sicher sein können. Bei
Nüssen als Beigabe zum Teig ist Vorsicht geboten: Besonders
Haselnüsse und Walnüsse sowie deren Öle
können Schübe verursachen, da deren Inhaltsstoffe stark
aromahaltig sind bzw. die Hautgefäße beeinflussen
können.
Fette. Ziehen Sie pflanzliche Fette den tierischen
vor, da sie reich an wertvollen ungesättigten Fettsäuren
sind.
Zum Braten eignen sich besonders Sonnenblumen- und Olivenöl.
Bei Margarinen ist Vorsicht geboten. Sie
enthalten zwar viele ungesättigte Fettsäuren, oft aber
auch Zusatzstoffe, die sich ungünstig auf die Krankheit
auswirken können.
Milchprodukte. Der Verzehr von Milchprodukten ist
für viele Psoriatiker problematisch; so enthält z.B. ungefähr
die Hälfte aller Käsesorten ungünstige Zusatzstoffe.
Joghurts, sofern sie möglichst keine Nüsse enthalten,
gelten
im Allgemeinen als gut verträglich.
Fleisch und Fisch. Beim Verzehr von Fleisch sollten
Sie darauf achten, dass es mager und unbehandelt ist
(möglichst wenig oder gar kein mariniertes oder geräuchertes
Fleisch). Außerdem enthält Fleisch, wie viele
andere tierische Produkte, Arachidonsäure (unter anderem in
Thunfisch, Schweineschmalz und Kalbfleisch).
Diese Säure ist an den entzündlichen Prozessen unseres
Körpers beteiligt; so auch an den Hautveränderungen
der Psoriasis.
Zum Fischgenuss eignen sich besonders Tiere aus kalten Gewässern,
z.B. Heringe, Lachs und Makrele, da sie
reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Omega-3-Fettsäuren gelten
als natürliche Gegenspieler zur Arachidonsäure.
In psoriatischer Haut konnte eine 20fach höhere Konzentration
an Arachidonsäure nachgewiesen werden. Grund
genug, weniger tierische Produkte zu sich zu nehmen.
Gewürze. Würzen ist für fast jeden
Psoriatiker problematisch. Gewürze wie Kümmel, Pfeffer
und Muskat gelten
aufgrund der stark aromahaltigen Inhaltsstoffe als nicht zu unterschätzende
Auslöser, aber Sie können sich mit
frischen Kräutern helfen. Auch Knoblauch, Salz, Estragon, Schnittlauch
und Ingwer sind im Allgemeinen
unbedenklich.
(Quelle: aqeo.de - Boots Healthcare International)

"Reif für die Insel" ist jeder von uns hin und wieder.
Kein Wunder, denn Urlaub bedeutet für die meisten Ruhe und
Erholung - eine Auszeit vom alltäglichen Leben. Speziell für
Menschen mit Psoriasis sind u. a. folgende
Reisetipps besonders wertvoll, da die Reiseziele aufgrund des Klimas
nicht nur Entspannung für die Seele
bedeuten, sondern ebenso für die gestresste Haut:
An Nord- und Ostsee, am Mittelmeer genießen
viele Psoriatiker regelmäßig das Reizklima, das sich
im
Zusammenspiel mit der mineralhaltigen Luft und der frischen Meeresbrise
besonders günstig auf die Haut
auswirken kann. Insbesondere dem Meersalz wird eine schuppenlösende
Wirkung zugesprochen.
In der warmen Jahreszeit verläuft
die Schuppenflechte oft milder, da das Sonnenlicht einen günstigen
Einfluss auf das Krankheitsbild und den Krankheitsverlauf hat. |
Dieser Effekt kann im Zusammenwirken mit weiteren Faktoren zur
Abheilung der Psoriasisherde ausgenutzt
werden: Durch die Verdunstung unter der südlichen Sonne ist
das Wasser des abflusslosen Toten Meeres zur
konzentrierten Sole geworden. Wird die mit der Sole benetzte Haut
der intensiven Sonnenbestrahlung ausge-
setzt, lässt die Kombination aus Salz und UV-Licht die Schuppenflechte
schnell abheilen und oft für längere Zeit
verschwinden. Aber: Nicht jeder verträgt das extreme Klima.
Besonders Herz-Kreislauf-Patienten sollten vorab
mit ihrem behandelnden Arzt sprechen!
Die Erfolge einer Klima-Therapie am Toten Meer sind erstaunlich.
Verschiedene Studien belegen, dass mindes-
tens 85 % der Patienten innerhalb von 4 Wochen eine starke Verbesserung
ihres Krankheitsbildes aufweisen.
Wichtig: Die Heilbehandlung am Toten Meer ist kein Vergnügen,
sondern harte Arbeit, die die Patienten täglich
fordert. Dafür aber sind die Aussichten auf Erfolg fast gewiss.
Die Krankenkassen übernehmen einen Teil der
Kosten.
Viele kennen die positive Wirkung der Sonneneinwirkung bereits aus
der Licht-Therapie. UV-Strahlung kann sich
günstig auf das Hautbild auswirken. Umso besser, wenn man diese
Behandlungsmöglichkeit in ähnlicher Weise
auch im Urlaub, z.B. in den Alpen, "durchführen",
besser noch: genießen kann. Denn durch die besondere
Höhenlage der Alpen ist die mit speziellen
Heilwirkungen verbundene UV-Strahlung besonders intensiv. Auch
im warmen Süden kann ein Urlaub für Menschen
mit Psoriasis das Richtige sein.
| Vorsicht vor Sonnenbrand! |
Ein Sonnenbrand muss unter allen Umständen
vermieden werden! Gerade in Akutphasen kann schon ein
leichter Sonnenbrand in eine großflächige Schuppenflechte
umschlagen. Dieses Phänomen wird als "Licht-
Köbner" bezeichnet.
Absolut verboten sind Sonnenbäder während einer photochemotherapeutischen
Behandlung, also nach der
Einnahme eines Psoralpräparates. Jede Missachtung dieses Verbotes
kann zu schweren Augenschäden und
Verbrennungen führen. Auch andere pharmazeutische Präparate
können zu einer gesteigerten Sonnen-
empfindlichkeit führen.
(Quellen: www.aqeo.de; Leo Pharma; Hermal)
Hautpflege im Urlaub
Damit der Urlaub auch zur richtigen Erholung wird, sollten einige
einfache Tipps beherzigt werden, dann steht
der Erholung nichts mehr im Wege:
- Schützen Sie sich vor Hautverletzungen und Insektenstichen!
Beides kann zu Sekundärinfektionen
und in der Folge zu neuen Psoriasis-Schüben führen.
- Die medizinische Behandlung mit Hautlotionen und Pflegemitteln
gegen Psoriasis sollte, nach Rück-
sprache mit dem behandelnden Arzt, grundsätzlich auch im
Reiseland fortgesetzt werden. Nehmen
Sie ausreichende Mengen der Produkte mit, die Ihre Haut gewöhnt
ist und gut verträgt. Verzichten Sie
auf Experimente mit neuen, unbekannten Hautlotionen.
- In feuchtwarmen Klimazonen sollte auf die Verwendung von fettenden
Cremes verzichtet werden. Eine
Überfettung kann zum Ausbruch neuer Psoriasisherde führen.
Vor Reiseantritt empfehlen wir den Besuch in Ihrem Kompetenzzentrum
für Hautgesundheit in der Markt-
Apotheke. Dort erhalten Sie entsprechend Ihres Urlaubs- oder Kurortes
die jeweils geeigneten Präparate für
eine sonnenschutzsichere Zeit, die darüber hinaus Ihre Haut
pflegt und ihr alles gibt, was sie braucht, um sich
rundum wohl zu fühlen.
Medikamente und Sonne vertragen sich oft nicht
Einige Medikamente können in Verbindung mit Sonnenstrahlung
unerwünschte Wirkungen entfalten. So können
Psoralen oder teerhaltige Präparate die Lichtempfindlichkeit
der Haut erhöhen. Aber auch bei anderen Arznei-
mitteln ist Vorsicht geboten, wie z.B. Medikamente: zur Behandlung
rheumatischer Beschwerden, Antibiotika,
Schlafmittel, kortisonhaltige Präparate und einige pflanzliche
Arzneien wie Johanniskraut. Im Zweifelsfall sollte
man den Rat eines Arztes oder Ihrer Markt-Apotheke einholen.
(Quelle: www.psoriasiswelt.de)

11 GENERELLE EMPFEHLUNGEN
- Versuchen Sie, eine positive Einstellung zur Ihrer Hauterkrankung
zu gewinnen. Lassen Sie sich von
Ihren Beschwerden nicht die Laune verderben und denken Sie positiv.
Denn je wohler Sie sich fühlen,
desto besser geht es Ihrer Haut!
- Vermeiden Sie körperlichen und seelischen Stress. Stress
kann körperliche Beschwerden verstärken
oder auch auslösen – auch Psoriasisschübe. Versuchen
Sie es zur Stressbewältigung einmal mit
einer Entspannungstechnik wie Yoga oder Autogenes Training.
- Obwohl wissenschaftlich noch nicht belegt werden konnte, wird
vermutet, dass auch die Ernährung
den Hautzustand beeinflusst. Führen Sie ruhig einmal eine
Zeit lang ein Ernährungstagebuch. Das
kann Ihnen helfen, mögliche Auslösefaktoren zu identifizieren
(siehe auch Ernährungstipps).
Wer beobachtet, wie die Haut sich verschlechtert, sucht allzu
oft Trost im Alkohol oder bei Süßigkeiten.
Wenn dann die Haut deswegen schlechter wird, wird die Therapie
erst recht vernachlässigt. Damit be-
ginnt oft ein Teufelskreis, aus dem nur schwer auszubrechen ist.
Laden Sie dann erst recht Freunde ein.
Verwöhnen Sie sich mit einem gemütlichen Bad und einem
guten Buch oder planen Sie ein verlängertes
Wochenende an einem See, am Meer oder in den Bergen.
- Glauben Sie keinen dubiosen Heilversprechen, sondern stimmen
Sie alle Behandlungen mit Ihrem Arzt
ab.
- Informieren Sie sich über Ihre Krankheit – beim
Arzt, in Ihrer Markt-Apotheke, in Büchern oder in
Selbsthilfegruppen.
- Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt und in Ihrer Markt-Apotheke
gründlich über die richtige Anwendung
von Medikamenten, Salben etc.
- Denken Sie immer daran, und sagen Sie es notfalls laut: Psoriasis
ist nicht ansteckend!
- Sprechen Sie mit Freunden und Verwandten über ihre Krankheit.
Schließen Sie sich einer Selbsthilfe-
gruppe an. In fast jeder Stadt gibt es Ortsgruppen. Kontaktadressen
finden Sie unter Hier erhalten
Sie
das ganze Jahr über Rat und Hilfe oder fragen Sie in
Ihrer Markt-Apotheke nach Kontaktadressen.
- Verlieren Sie nicht Ihre Zeit mit Selbstmitleid – davon
wird die Krankheit nicht besser. Verzweifeln Sie
nicht. Kummer kann die Schuppenflechte verschlechtern. Vor allem
aber: Versuchen Sie, sich nicht
zu schämen oder die Erkrankung zu verstecken.
- Physikalische Reize wie Druck, Verletzungen oder eine ständige
mechanische Belastung können eine
Psoriasis verschlimmern oder auslösen. Um eine Verschlimmerung
der belasteten Haut zu vermeiden,
sollten Sie auf keinen Fall Hautschuppen abkratzen. Am behaarten
Kopf dürfen die Schuppen vorsichtig
herausgekämmt, jedoch nicht herausgekratzt werden.
- Kleidung, die zu Druck oder Reibung auf der Haut oder zu Infektionen
führen können, ist für Menschen
mit Psoriasis ungeeignet. (Auch die Reibung von Haut auf Haut
sollte vermieden werden.) Empfehlens-
wert ist bequem sitzende Kleidung aus Baumwolle, Leinen oder Seide.
Männer können anstelle von
Unterhosen Boxershorts tragen. Im Sommer sind offene Sandalen
das Beste für die Füße.
Enge Jeans oder Kragen an Hemden, die unnötig scheuern, sollten
Psoriatiker möglichst selten an-
ziehen. Turnschuhe, in denen die Füße stark schwitzen,
sollten nur beim Sport getragen werden. Und
selbstverständlich sind, wenn die Kopfhaut mit betroffen
ist und stark schuppt, dunkle Kleidung eher
ungünstig.
(Quellen: www.informationszentrale-haut.de; Leo Pharma)
SELBST-MANAGEMENT IST WICHTIG!
Bei einigen Menschen bestimmt Psoriasis das Leben. Sie
leben ständig in der Angst vor einem weiteren Schub
oder verbringen den Tag mit der Suche nach neuen Therapiemöglichkeiten.
Zeit für andere Freizeitaktivitäten
bleibt kaum noch. Allein durch diesen hohen Stellenwert der Krankheit
im Leben des Betroffenen nimmt die
Lebensqualität merklich ab.
Eine Alternative wäre der Versuch, mit der Psoriasis zu leben,
anstelle für die Psoriasis! Nach dem Motto:
„Soviel wie nötig, aber so wenig wie möglich gegen
die Psoriasis tun.“ Die Erkrankung wird als Belastung
anerkannt, die zwar Aufmerksamkeit fordert, aber nicht das ganze
Leben bestimmen darf.
Diese Möglichkeiten sind sicherlich überspitzt dargestellt.
In der Regel mischen sich günstige und ungünstige
Einstellungen. Es gibt Zeiten, in denen es besser oder auch schlechter
gelingt, mit der Krankheit zu leben.
Die eigene Einstellung ist wichtig:
Bitte nicht!
Leben gegen die Schuppenflechte |
|
Das hilft!
Leben mit der Schuppenflechte |
| |
|
|
Die Krankheit bekommt einen großen Platz
im Leben
und bestimmt im Wesentlichen die Interessen des
Betroffenen. |
|
Die Krankheit
bekommt einen möglichst kleinen Platz
im Leben. |
| |
|
|
Der Erkrankte versucht, sich immer wieder im Kontakt
mit Ärzten abzusichern. Er neigt dazu, Therapien
abzubrechen und/oder häufig den Arzt zu wechseln. |
|
Der Betroffene
interessiert sich selbst für Behandlungs-
möglichkeiten und fällt selbstständig
Entscheidungen. |
| |
|
|
Das Hadern nimmt kein Ende; der Wunsch nach Hei-
lung ist übermächtig. |
|
Nach einiger Zeit
des Haderns wird die Krankheit
angenommen, und die verordneten Therapien werden
akzeptiert. |
| |
|
|
Interessen-, Antriebs- und Lustlosigkeit machen
sich
breit. |
|
Viele Interessen
werden angestrebt, manchmal auch
auf die Gefahr hin, sich zu überfordern. |
| |
|
|
„Ohne Schuppenflechte wäre alles besser!“
Die Krankheit wird für fast alle Probleme verantwortlich
gemacht.
|
|
„Die Schuppenflechte
bestimmt nicht allein über mein
Wohl und Wehe!“ |
(Quelle: www.informationszentrale-haut.de)
Top
IHRE APOTHEKE FÜR GESUNDHEIT, ERNÄHRUNG UND BEAUTY LÄDT
SIE EIN!
Für eine Vortragsveranstaltung mit anschließender
Diskussion zum Thema „Leben mit Schuppenflechte“
konnte Ihre Markt-Apotheke einen renommierten und sehr erfahren
Dermatologen gewinnen: Hautarzt Dr. med.
H.-F. Döring aus Troisdorf.
- „Leben mit Schuppenflechte“ ist für Betroffene,
Angehörige und Interessierte gleichermaßen interessant.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
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gleich in Ihren Kalender. Die Veranstaltung beginnt
um 19 Uhr. Ort: Schachraum im Bürgerhaus
Troisdorf Mitte.
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Ihrer Markt-Apotheke (telefonisch, per Fax und E-Mail
unter
info@apotheke-troisdorf.de und persönlich)
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Einladung als PDF
herunterladen. Oder fragen Sie in
Ihrer Markt- Apotheke nach einem Exemplar.
Top

DIE RICHTIGE PFLEGE PSORIATISCHER HAUT
Trockene, gerötete, schuppige, juckende, entzündete
Haut braucht eine spezielle Pflege, um sich rundum wohl
zu fühlen.
Besonders Menschen mit Schuppenflechte sollten ihre Haut sehr sorgfältig
pflegen. Ihre Haut ist häufig nicht nur
an den psoriatischen Stellen trocken, sondern auch dort, wo sie
ganz „normal“ aussieht.
- Durch entsprechende fetthaltige Präparate lassen sich
der Fettgehalt und die Geschmeidigkeit der Haut
verbessern.
- Pilzen, Bakterien und andere Mikroorganismen sowie mögliche
allergieauslösende Substanzen wie
Waschmittel, Weichspüler etc. wird es damit erschwert, in
die Haut einzudringen und so der Ent-
stehung eines Ekzems (Hautausschlag) als Nachfolgeerkrankung vorgebeugt.
- Zugleich lässt der Juckreiz nach und die „Fettung“
kann zu einer deutlichen Verbesserung des
Hautzustandes führen
- Neben einer guten Hautfettung, speziell der Psoriasisherde,
ist insgesamt auf eine schonende, aber
konsequente Hautpflege zu achten. Dabei entscheidend ist nicht
nur der richtige Fettgehalt, sondern
auch der Erhalt des natürlichen Säureschutzmantels der
Haut.
- Heißes und ausgiebiges Duschen trocknet die Haut aus,
zerstört den Säureschutzmantel der Haut und
kann zum Ausbruch eines neuen Psoriasisschubes führen. Es
empfiehlt sich eine kurze, lauwarme
Dusche.
- Bei der Haarwäsche sollten milde, wenig entfettende und
je nach Bedarf auch juckreizlindernde Sham-
poos angewendet werden. Bei stärkerer Schuppung kann auch
in Abständen zusätzlich ein entschu-
ppendes Haarwaschmittel verwendet werden.
- Wer ein wenig hart gegen sich selbst ist, kann durch ein einfaches
Verfahren aus Pfarrer Kneipps Reper-
toire seine Abwehrkräfte stärken.
Am frühen Morgen (zwischen 6 Uhr und 8 Uhr) produziert die
Nebenniere das meiste körpereigene
Kortison. Raffen Sie sich auf, genau zu dieser Zeit nach Ihrer
lauwarmen Dusche noch einen kurzen,
ganz kalten Duschgang einzulegen. So kann die Nebenniere dazu
gebracht werden, bis zu 5 mg mehr
Kortison zu produzieren – eine ganz gehörige Menge,
die die Anwendung von synthetischen Kortikoiden
sparen helfen kann. Herz-Kreislauf-Patienten sollten vor der „Kneippschen
Anwendung“ unbedingt Ihren
Arzt fragen!
- Beim Baden sollte darauf geachtet werden, die Haut nicht zu
lange einer Wassertemperatur von über
35° Celsius auszusetzen. So lässt sich einer Austrocknung
der Haut vorbeugen und der Juckreiz mindern.
- Zur Reinigung empfiehlt sich die Anwendung überfetter Seifen
oder gut rückfettender Waschlotionen;
möglichst ohne Farb- oder Duftstoffe und Konservierungsmittel.
- Nach dem Waschen, Duschen oder Baden sollte die Haut typgemäß
gepflegt werden. Bei fetter Haut
Lotionen verwenden, bei normaler Haut Lotionen oder Cremes, bei
trockener Haut harnstoffhaltige
Cremes, Lotionen oder Salben.
Das Kompetenzzentrum für Hautgesundheit in Ihrer
Markt-Apotheke bietet Ihnen beispielsweise:
- Intensive hauttypgerechte Beratung und individuelle Hilfestellungen
bei Hautproblemen und
Hauterkrankungen.
- Ein mit Fach- und Sachverstand ausgewähltes, umfassendes
Sortiment dermatologisch einwandfreier
Kosmetik zur Gesichts- und Ganzkörperpflege für die
ganze Familie.
- Spezialpräparate gegen allergisch-, hormonell-, alterungs-
und familiär-bedingte Hautirritationen und
Hauterkrankungen – von Akne und Couperose (erweiterte Äderchen)
bis Neurodermitis und Psoriasis
(Schuppenflechte).
- Dermatologisch dekorative Kosmetik und Camouflage-Produkte zur
perfekten Kaschierung postoperativer
Narben, Muttermale, Couperose, Vitiligo (Pigmentanomalien) sowie
zur Teint-Korrektur.
- Sonnenschutz-Serien (bis Schutzfaktor 60) für einen optimalen
Zellschutz während und nach dem
Sonnenbad; auch ohne chemische Filter speziell für Allergiker
und Kinder und mit patentierter Wirkstoff-
formel natürlichen Ursprungs.
- Herstellung von Salben und Tinkturen nach vorgegebenen Rezepturen
zur individuellen Hautpflege, zur
Vorbeugung, Linderung und Heilung von Dermatosen.
In der Praxis sehr bewährt hat sich gerade
bei Menschen mit psoriatischen Symptomen die Körperpflegeserie
BALNEUM aqeo.
    
Speziell für psoriatische Haut. Von Dermatologen
empfohlen. Besonders hautverträglich. Zur therapie-
begleitenden Pflege geeignet. Exklusiv in Ihrer Apotheke. |
Speziell für psoriatische Haut. Von Dermatologen empfohlen.
Besonders hautverträglich. Zur therapiebegleitenden
Pflege geeignet. Exklusiv in Ihrer Apotheke.
BALNEUM aqeo ist die erste komplette Körperpflegeserie, die
in enger Zusammenarbeit mit Dermatologen und
Betroffenen für die tägliche Reinigung und Pflege psoriatischer
Haut entwickelt wurde.
Resultierend aus dem einzigartigen Konzept „Mit Psoriatikern
für Psoriatiker entwickelt“, verfügt BALNEUM aqeo
über ein ausgewähltes Angebot an Reinigungs- und Pflegeprodukten
für Haut und Haar, die genau auf Ihre
Bedürfnisse abgestimmt sind:
Wertvolle natürliche Lipide und der körpereigene Feuchthaltefaktor
Urea in den Hautpflegeprodukten schützen
die Haut vor Austrocknung und stärken die natürliche Barrierefunktion,
während Polidocanol eventuellen Juck-
reiz spürbar mildert und so Ihre Haut beruhigt.
Für effektive Pflege und gleichzeitige Schuppenreduzierung
sorgen die BALNEUM aqeo Shampoos mit dem
Anti-Schuppenwirkstoff Climbazol. Salicylsäure (zur Ablösung
großer Schuppen) im Anti Schuppen Shampoo
extra stark hilft darüber hinaus festsitzende Kopfschuppen
zu lösen.
Mit Ausnahme des BALNEUM AQEO Anti Schuppen Shampoos extra stark,
das einen milden, auf allergie-
auslösende Substanzen getesteten Duft enthält, sind alle
Produkte frei von Duft- und Farbstoffen.
Die ganz besonderen Pflegeeigenschaften der BALNEUM aqeo Pflegeserie
geben Ihnen Tag für Tag genau das,
was Sie brauchen. Damit Sie sich von Kopf bis Fuß wohl fühlen.
(Quelle: www.balneum.de)
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118, 52757 St. Augustin; Tel. 0 22 41.20 16 01
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Tel. 0 22 41.31 59 69
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straße 10, 20459 Hamburg, Tel. 0 40.22 33 99-0, Fax 0 40.22
33 99-22,
E-Mail info@hauterkrankungen.org,
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lokaler Selbsthilfegruppen für
Menschen mit Schuppenflechte in Deutschland, Schmitzweg 64, 13437
Berlin, Tel. 0 30.61 28 30 91,
Fax 0 30.61 28 30 90, E-Mail psoag@gmx.de,
www.psoriasis-selbsthilfe.org
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64, 13437 Berlin,
Tel. 0 30.61 28 30 91, Fax 0 30.61 28 30 90, E-Mail redaktion@psoriasis-netz.de,
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94, 32094 Herford, Tel. 0 52 21.1 87 97 09,
Fax 0 52 21.1 87 97 84, E-Mail info@pso-und-haut.de,
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Bonn, Tel. 02 28. 51 09-1,
Fax 02 28.36 37 43
- Deutsche Rheuma-Liga e.V., Maximilianstraße 14, 53111
Bonn, Tel. 02 28.76 60 60,
Fax 02 28. 76 60 620, E-Mail bv@rheuma-liga.de,
www.rheuma-liga.de
- PSO-online, Gemeinsamer Informationsdienst der Universität-Hautklinik
Freiburg und der,
Zeitschrift PSO aktuell, www.pso-online.de
- PSO Aktuell, Online-Dienst der Zeitschrift PSO Aktuell, www.psoaktuell.com
Bücher
Hinweis: Die aufgeführten Bücher sind keine Empfehlung
der Markt-Apotheke. Sie stellen lediglich einen kleinen
Auszug aus dem Gesamtangebot aller zu diesem Thema verfügbaren
Publikationen.
- Rat und Hilfe bei Schuppenflechte
Autoren: Dr. med. Dietlinde Burkhard, Prof. Dr. med. Klaus Degitz;
Südwest Verlag, 1998;
ISBN 3-517-06751-2
- Schuppenflechte – Was Sie schon immer über Psoriasis
wissen wollten
Autoren: Ulrich Mrowietz; Gerhard Schmid-Ott; Verlag Karger 2002;
ISBN 3-8055-7288-3
- Psoriasis – Ursachen und Therapie der Schuppenflechte
Autor: Matthias Augustin, Erwin Schöpf; Verlag C.H. Beck,
1999; ISBN 3-406-44725-2
- Schuppenflechte
Autor: Hans Meffert; Verlag Sport und Gesundheit, 1999; ISBN 3-333-00694-4;
Ullstein-Taschenbuch,
1994; ISBN 3-548-27813-2
- Mit Psoriasis leben – Umgang und Milderung
Autor: Johannes Müller; Verlag Piper, 1995; ISBN 3-492-12203-5
- So lindern Sie wirksam Schuppenflechte – Alles über
Ursachen und Therapie
Autor: Eberhard Wormer; Midena Verlag, 1997; ISBN 3-310-00431-7
- Schuppenflechte: Ursachen und Auslöser; Symptome und Diagnose;
Therapie und Lebensführung
Autoren: Siegfried Borelli, Reinhard Engst; Falken Verlag, 1995;
ISBN 3-8068-1467-8
- Wie soll man mit der Psoriasis leben?
Autoren: Frantisek Novotny, Jarislav Hajek; Verlag Wilhelm Ennsthaler,
Steyr 1994;
ISBN 3-85068-411-3
- Die Ernährung bei Psoriasis, Ratschläge und Kochrezepte
Autoren: Günther Schäfer, Andrea Weylo; Karl F. Haug
Verlag, 1995; ISBN 3-7760-1115-7
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