Rundung InfoBar: Thema des Monats November 2005
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Apotheken_A

 

In diesem Monat heißt es: Haut in Hektik
Wenn die Haut es besonders eilig hat...


Aus dem Inhalt:





WENN DIE HAUT ES BESONDERS EILIG HAT...

... dann liegt zumeist eine Hautfunktionsstörung vor, bei der sich unsere Haut um das bis zu 7-fache schneller
erneuert als normal. Die Folge können sein: trockene, silbrig-weiß schuppende, gerötete, juckende, entzündete
oder sogar blutende Hautpartien.

Der normale Lebenslauf der hornschichtbildenden Hautzellen (Keratinozyten) dauert circa 28 Tage. Keratinozyten
entstehen in der untersten Schicht der Oberhaut (Epidermis), durch die sie sich langsam nach oben bewegen.
Dabei wandeln sie sich zu verhornenden Hautzellen, die zusammen mit Hornsubstanz eine feste, glatte Schicht
bilden. Sie sterben allmählich ab, werden von nachwachsenden Hautzellen verdrängt und fallen als Schuppen ab.

 

Gesunde Haut

1. Hornschicht
2. Epidermis (Oberhaut)
3. Bindegewebe
4. Blutgefäße

 

Bei der Schuppenflechte vermehren sich die hornschichtbildenden Zellen besonders schnell; je nachdem
sogar innerhalb von 3 bis 4 Tagen. Dadurch drängen einige nach unten in die Lederhaut. Die meisten der
nach oben wandernden Hautzellen können nicht mehr richtig verhornen, weil sie nicht genügend Zeit hatten,
sich zu entwickeln. Durch diese „Zellreifungsstörung“ entsteht an den betroffenen Hautpartien kein dichter,
zusammenhängender Hornbelag mehr und es kommt zu einer verstärkten Schuppenbildung.

  Kranke Haut
(Psoriasis Plaque)

1. Schuppung
2. verdickte Hornschicht (Hyperkeratose)
3. lufthaltige, aufgelockerte Räume
4. Entzündungszellen
5. erweiterte, gewundene Blutgefäße
6. verstärkte Zellteilung
7. verlängerte "Zapfen" (Reteleisten) der Epidermis

 

(Bildquelle: www.hermal.de)

Außerdem vermehren sich die kleinen Blutgefäße (Kapillaren) in der Haut, die Durchblutung der Lederhaut
nimmt zu. Da die schlecht verhornte Oberhaut die Lederhaut weniger schützt, treten leichter Verletzungen und
Blutungen auf. Schließlich dann sammeln sich in der Haut immer mehr Zellen des Abwehrsystems
(Entzündungszellen).

(Quelle: www.informationszentrale-haut.de)


PSORIASIS, WAS IST DAS?

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine gutartige, chronisch verlaufende, entzündliche Erkrankung der Haut, von
der in Deutschland rund zwei bis drei Millionen Menschen betroffen sind. Psoriasis ist nach Neurodermitis die
zweithäufigste Hauterkrankung.

Die Psoriasis befällt Männer und Frauen gleich häufig. Meist treten die Symptome erstmals zu Beginn des
20. Lebensjahres auf, um dann oftmals in Schüben wiederzukehren (einen Schub bezeichnet man auch als
Rückfall oder Rezidiv. Der Begriff steht für eine zeitweilige Verschlechterung des Krankheitsverlaufes). Bei einer
weiteren Gruppe von Patienten beginnt die Erkrankung erst nach dem 50. Lebensjahr. Dieser Typus ist seltener
und weist meist einen weniger schweren Krankheitsverlauf auf.

Das Wort Psoriasis leitet sich ab von dem griechischen Wort „Psora“, die Schuppe und „psao“, ich kratze.

Ein paar wichtige Worte vorab

Schuppenflechte ist: 1. nicht ansteckend, 2. kein Makel, 3. kein Grund zur Panik!

Bei Hautkrankheiten wird häufig die Frage nach der Ansteckung gestellt. Dies hängt vermutlich damit zusammen,
dass die Symptome sichtbar sind. Gewiss spielt auch tradiertes Halbwissen über mittelalterliche Seuchen (z.B.
Aussatz) eine Rolle. Wie ausgeprägt die Erscheinungen der Schuppenflechte im Einzelfall auch immer sind:
Psoriasis ist niemals ansteckend! Weder durch direkten Hautkontakt noch durch Körperflüssigkeiten!

Zeigen sich auf Ihrer Haut trockene, gerötete, schuppige oder entzündete Stellen, liegt mit hoher Wahrschein-
lichkeit eine Hautfunktionsstörung vor. Sie kann viele Ursachen haben. Ob es sich dabei um eine Form der
Schuppenflechte handelt, kann mit Sicherheit nur ein Hautarzt (Dermatologe) beurteilen.

Je nachdem helfen bereits spezielle dermatologische Reinigungs- und Pflegepräparate für psoriatische Haut und
eventuell eine veränderte Lebensweise, um die Symptome zu beseitigen. Bei konsequenter Anwendung bilden
sich die Symptome zurück und die Haut zeigt sich wieder von ihrer zarten Seite. (Mehr dazu erfahren Sie unter
Die richtige Pflege psoriatischer Haut.)

Sollte die ärztliche Diagnose „Psoriasis“ lauten, so ist auch dies kein Grund zur Verzweiflung. Wenngleich diese
Hauterkrankung in ihren unterschiedlichen Ausprägungen und Intensitäten bis heute noch nicht vollständig
heilbar ist, so verfügt die moderne Medizin über hervorragende Behandlungskonzepte und Therapien, die die
Symptome oft für eine lange, lange Zeit „beseitigen“, sie lindern und das Leben auch weiterhin lebenswert
machen.


TYPISCHE ANZEICHEN EINER SCHUPPENFLECHTE

  • Silbrig-weiße Schuppen. Die vermehrte, aber unzureichende Verhornung der Oberhaut führt zur
    verstärkten Abstoßung gering verhornter Hautzellen als Schuppen mit eigenartig glänzendem Aussehen.

  • Rote verdickte Plaques. Die starke Beschleunigung der Zellteilung kann zu krustenartigen Auflagerungen
    von unreifen Hornschichten führen. Die Verdickung der darunter liegenden Haut ist vor allem durch eine
    Entzündung verursacht.

  • Begrenzte Psoriasis-Herde. Oft befällt die Schuppenflechte nur bestimmte Hautregionen; Vor allem den
    Haaransatz, die Knie und Ellbogen. Die befallenen Hautteile sind von der gesunden Haut zumeist deutlich
    abgrenzbar, können aber auch zu größeren Flächen zusammenfließen.

  • Austrocknung der befallenen Haut. Die ungenügende Verhornung bietet weniger Schutz vor dem
    Austrocknen der Haut. Auch der natürliche Fettgehalt nimmt ab, so dass die Haut spröde wird.

  • Hautrötung. Das verstärkte Wachstum der Hautkapillaren und deren gesteigerte Durchblutung lassen die
    erkrankte Haut übermäßig rot erscheinen. Eine vermehrte Hautrötung tritt auch durch eine Entzündung auf.

  • Blutung aus befallenen Hautstellen. Die unzureichend verhornten Hautareale der schützenden Ober-
    haut und die vergrößerten und verstärkt durchbluteten Kapillaren der Lederhaut können bereits nach
    kleinen Verletzungen oder Entfernung von Schuppenplaques, z.B. durch Kratzen, zu Blutungen führen.

  • Sonderformen. Bei ungefähr der Hälfte aller Schuppenflechte-Patienten ist auch der behaarte Kopf
    betroffen. Oft „wächst“ die Schuppenflechte aus dem Haar heraus und befällt auch Stirn und Nacken.

    Auch die Nägel können betroffen sein; manchmal sogar als alleiniges Symptom einer „versteckten“
    Psoriasis. Diese zeigt sich oft durch Vertiefungen der Nagelplatte oder auch durch eine teilweise
    Ablösung und gelbliche Verfärbung des Nagels. In schweren Fällen können sich die Nagelplatten
    verdicken und später zerfallen.

    Weitere wichtige Ausprägungen sind zum einen die „pustulöse“ Psoriasis, bei der besonders die Hand-
    innenflächen und Fußsohlen betroffen sind, und zum anderen eine Mitbeteiligung der Gelenke in Form
    einer Arthritis.

(Quelle: www.informationszentrale-haut.de)


MÖGLICHE URSACHEN UND AUSLÖSER

Konkrete Ursachen einer Psoriasis sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Bekannt sind jedoch verschiedene
Faktoren, die beim Vorliegen einer genetischen Veranlagung für den Erstausbruch der Psoriasis und für
Erkrankungsschübe verantwortlich sind. Ist die Psoriasis somit erst einmal aufgetreten, kann sie ein Leben lang
vorherrschen (muss sie aber nicht!).

Durch Selbstbeobachtungen Betroffener und Erhebungen behandelnder Ärzte konnte im Laufe der vergangenen
Jahrzehnte eine beachtliche Sammlung von Auslösefaktoren zusammengestellt werden.

Insgesamt sind die einzelnen Faktoren bezüglich ihrer Krankheitsrelevanz von Patient zu Patient unterschiedlich
zu bewerten. Zudem ist der Zusammenhang häufig nicht ohne weiteres erkennbar, denn in der Regel treten die
Folgen erst nach einigen Tagen oder Wochen ein. Wichtig für die Betroffenen ist jedoch zu wissen, welche
dieser Faktoren bei ihnen eine Psoriasis verstärken können.

Faktoren Beschreibung
Streptokokken
Infektions-
krankheiten
Z. B. Hals-/Racheninfekte. Besonders bekannt sind Halsinfektionen und Infektionen des
übrigen Atmungstraktes, die eine Psoriasis auslösen können.
Andere
Infektions-
krankheiten
Häufig kommt es zu Schüben im Rahmen von Erkältungskrankheiten und Virusgrippen,
aber auch andere virale Erkrankungen wie Herpes, Röteln, Masern, Windpocken und
Gürtelrose, langwierige Entzündungen innerer Organe und HIV-Infektion können der
auslösende Faktor sein.
Allergien Allergische Reaktionen.
Stoffwechsel-
störungen
Z. B. Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), hormonelle Schwankungen (Pubertät,
Schwangerschaft).
Klimatische
Bedingungen
Saisonale Schwankungen der Krankheitsaktivität sind normal. Im Frühling und im
Spätherbst kommt es in der Regel zur Verstärkung der Symptome.
Medikamente Gewisse Medikamente können die Krankheit auslösen und/oder verschlechtern. Dazu
gehören z. B. Lithium, Antimalariamittel, Beta-Blocker, ACE-Hemmer, Interferon,
Progesterone, kortisonfreie Antirheumatika, systemische Kortikosteroide nach dem
Absetzen. Es ist wichtig, dass Sie darüber informiert sind, ob Ihre Medikamente Psoriasis
verstärken können.
Stress Psyche, positiver und negativer Stress, Depressionen, Angst.
Umwelt Umweltbedingte Einflüsse, z. B. trockene Luft im Winter oder ein Sonnenbrand.
Verletzungen Offene Verletzung der Haut, z. B. Schnitte oder Injektionen.
Hautschäden Hautschädigungen durch physikalische und chemische Einwirkungen, z. B. eng anliegende
Armbänder, Gürtel oder BH, scheuernde Kleidung, heftiges Kratzen, Verbrennungen,
Tätowierungen.
Irritative Lokaltherapie Z. B. mit unverträglicher Salbe.
Reizungen der Haut Druckstelle/mechanische Reizungen.
Alkohol Vor allem bei übermäßigem Genuss.
Übergewicht Vor allem bei starkem Übergewicht.
Rauchen Vor allem, wenn die Hände betroffen sind.
Ernährung Auch bestimmte Ernährungsfaktoren scheinen in einzelnen Fällen eine negative Rolle zu
spielen.

Insgesamt ist bei Faktoren wie Rauchen, Alkohol und Stress die Einordnung ins Krankheitsgeschehen ausge-
sprochen schwierig, da sie sowohl Ursache als auch Folge der Erkrankung sein können.

(Quelle: www.psoriasis-konkret.de)


ERSCHEINUNGSFORMEN

Bei der überwiegenden Mehrheit der Psoriatiker lautet die ärztliche Diagnose „Psoriasis vulgaris“, also
„gewöhnliche Schuppenflechte“.

Manche Menschen weisen gleichzeitig auch andere Formen auf. Dabei laufen in den psoriatischen Herden zwei
Prozesse gleichzeitig ab: Zum einen ist die Haut gerötet, dicker als normal und blutet leicht. Zum anderen
werden zu viele Hornzellen gebildet, die sich dann als Schuppen auf den betroffenen Stellen ablagern.

Je nach Form, Ausdehnung und Auftreten spricht man von verschiedenen Formen der Schuppenflechte:

  • Psoriasis follicularis: stecknadelgroße Herde an den Talgdrüsen

  • Psoriasis punctata: sehr kleine, lediglich punktförmige Herde

  • Psoriasis guttata: erbsengroße und tropfenförmige Herde

  • Psoriasis nummularis: münzenförmige Herde

  • Psoriasis generalisata: über den ganzen Körper oder viele Regionen verteilte Herde

  • Psoriasis inversa: Herde in Körperfalten wie Bauch- und Analfalte, Achsel, Nabelgegend, Leistenpartie.

Sonderformen:

  • Psoriatische Erythrodermie: Diese Erscheinungsform tritt sehr selten auf und hat einen vollständigen
    Befall der Haut mit Schuppenflechte zur Folge.

  • Psoriasis pustulosa: Bei ihr bilden sich zahlreiche kleine Pusteln, die mit Eiter gefüllt sind. Eine Variante
    dieser Psoriasis-Form beschränkt sich auf Handinnenflächen und Fußsohlen.

  • Psoriasis-Arthritis: Zwischen 10 % und 20 % aller Psoriatiker verspüren ab und zu leichte und schwerere
    Gelenkbeschwerden, die typischerweise in den Finger- und Zehengelenken auftreten. Gleichzeitig weisen
    zumeist auch die Nägel psoriatische Veränderungen auf. Schubweise oder mit ständiger entzündlicher
    Aktivität kommt es zu Bindegewebsschrumpfungen und schließlich zu einer irreversiblen Zerstörung der
    Gelenke und der angrenzenden Knochen.



THERAPIEMÖGLICHKEITEN

Die Therapie bei Psoriasis setzt sich generell aus zwei Komponenten zusammen: der medizinischen Therapie
und der aktiven Mithilfe durch den Patienten, dem Selbst-Management. Dies heißt im Grunde nichts anderes
als die Haut intensiv und vor allem konsequent zu pflegen sowie bestimmte Gewohnheiten und Handlungsweise
bewusster zu erleben und eventuell zu verändern.

Zwar kann das Selbst-Management und die topische (äußerliche) Pflege die medizinische Therapie nicht immer
ersetzen, allerdings sollte sie auch nicht unterschätzt werden, da sie die jeweilige medizinische Behandlung
effektiv unterstützen kann.

Im Folgenden haben wir eine kleine Therapieübersicht für Sie zusammengestellt, die in vier Säulen untergliedert
werden kann:

1. die Lokal-Therapie (auch topische oder äußerliche Behandlung genannt)
2. die Bestrahlungs- oder Licht-Therapie
3. die systemische Therapie (auch innerliche Behandlung genannt)
4. das Selbst-Management (Vortragsveranstaltung mit Dr. med. H.-F. Döring am 08.11.05)

Als grobe Regel gilt:

  • milde Schuppenflechte: Lokal-Therapie
  • mittelschwere Schuppenflechte: Licht-Therapie
  • schwere Schuppenflechte: systemische Therapie und neuerdings auch Biologicals.



Die Lokal-Therapie

Kortikoide. Kortison, genauer gesagt Hydrokortison, ist ein körpereigenes, essenzielles Hormon. Es verfügt
über eine entzündungshemmende Wirkung und spielt eine tragende Rolle im Rahmen der körpereigenen,
natürlichen Stressreaktion. Durch einen chemischen Prozess wird aus Hydrokortison Kortison gebildet, dessen
entzündungshemmende Wirkung um ein Vielfaches stärker ist. Aufgrund der schlechten Erfahrung mit der
Behandlung mit Kortikoiden in der Vergangenheit schrecken viele davor zurück. Allerdings ist heutzutage bei
richtiger Anwendung der modernen Kortikoide in der Regel nichts zu befürchten. (Lesen Sie hierzu auch:
Wissenswertes über Kortison.)

Vorteile: Effektiv gegen Juckreiz, schnelle Wirksamkeit, Entzündungen der Haut werden gelindert.
Vor allem auf dem behaarten Kopf ist meist eine schnelle Besserung des Kopfhautzustandes zu
verzeichnen. Kann gut in Kombination mit einer Lichtbehandlung oder Vitamin D3-Analogen
angewandt werden.

Nachteile:
Es kann zu einer Hautverdünnung kommen. Eventuell vermehrtes Auftreten von
kleinen erweiterten Blutgefäßen und leichtere Verletzlichkeit. Kurzfristige Anwendung, höchstens
8 Wochen lang. Bei Anwendung im Gesicht und an den Ohren ist Vorsicht geboten.


Cignolin.
Der (mittlerweile) synthetische Wirkstoff Cignolin (auch unter den Namen Anthralin und Dithranol
bekannt) wird ausschließlich zur Behandlung von Psoriasis angewandt. Cignolin ist sozusagen der Klassiker
unter den Wirkstoffen, denn er wird bereits seit 1916 bei der Behandlung von Schuppenflechte eingesetzt.
Cignolin kann durch die Hemmung bestimmter Enzyme die Zellteilung der erkrankten Haut eindämmen und
führt zu einem Rückgang der Schuppung.

Vorteile: Es sind trotz der Anwendung seit Anfang des Jahrhunderts keine langfristigen
Nebenwirkungen bekannt. Die Kombination mit anderen Präparaten ist überwiegend problemlos.
Insbesondere Ölbäder oder UV-Bestrahlung in Kombination mit Cignolin werden als vorteilhaft
beschrieben.

Nachteile: Es kann zur Reizung der gesunden Haut kommen. Beim Auftragen können Brennen
oder Juckreiz auftreten. Häufigste Nebenwirkungen sind Hautirritationen, vor allem Rötungen. Der
wohl größte Nachteil ist die rasche Braunfärbung der gesunden Haut und/oder der Kleidung, die
auf eine chemische Reaktion des Wirkstoffs mit Sauerstoff zurückzuführen ist.


Vitamin D3 –Analoge.
Vitamin D3 ist ein essenzielles (lebensnotwendiges), fettlösliches Vitamin, das
normalerweise über die Nahrung aufgenommen wird. Es reguliert unter anderem die Erneuerung der obersten
Hautschicht und das Entzündungsgeschehen. 1987 kamen Medikamente mit der von Vitamin D3 chemisch
abgeleiteten Substanz Calcipotriol auf den Markt, die ausschließlich zur Behandlung von Psoriasis eingesetzt
wurden und werden: die so genannten Vitamin D3-Analoge.

Vorteile: Im Allgemeinen sehr gut verträglich. Die Immunfunktion der Haut wird reguliert. Durch die
verlangsamte Zellteilung geht die Schuppung der Haut zurück.

Nachteile: Zu Beginn der Behandlung kann es nach Anwendung zu leichtem Brennen der Haut
kommen. Einige wenige Patienten vertragen die Medikamente nicht und reagieren dementspre-
chend mit Hautreizungen. Die meisten Vitamin D3-Abkömmlinge sind nicht im Gesicht und
Genitalbereich anwendbar.


Tazaroten
. Ein Wirkstoff, der zur Stoffklasse der so genannten Retinoide gezählt wird. Dies sind vom (Haut-)
Vitamin A abgeleitete Substanzen. Damit Tazaroten besser in die Haut eindringen kann, ist es als Gel erhältlich.

Vorteile: Wirkt entzündungshemmend und reguliert die Hauterneuerung. Die Gel-Form trocknet die
Haut nicht aus und wird von den meisten Patienten als angenehm empfunden. Kann auch in
Kombination mit verschiedenen Formen der Photo- bzw. Photochemotherapie angewandt werden.

Nachteile: Häufigste Nebenwirkungen sind Brennen und Rötungen der Haut nach dem Auftragen
des Gels, wobei das Medikament in einigen Fällen abgesetzt werden muss. Medikamente mit
diesem Wirkstoff dürfen meist nicht während Schwangerschaft und Stillzeit angewandt werden.
Nicht anzuwenden im Gesicht, im Genitalbereich und auf dem behaarten Kopf sowie in befallenen
Körperfalten. Es können nur kleinere Hautpartien behandelt werden.


Kohlenteer.
Die äußerliche Behandlung mit Teeren zählte bis vor einigen Jahren noch zur Standardtherapie
bei Psoriasis. Schließlich werden diverse Hautkrankheiten seit mehr als 100 Jahren mit Teeren behandelt.
Kohlenteer ist eine Mischung aus kohleartigen Substanzen, wobei die Wirkweise verglichen mit moderneren
Medikamenten mittlerweile eher als schwach eingestuft wird.

Vorteile: Hemmt bestimmte Enzyme, verlangsamt so das Zellwachstum und wirkt der Schuppen-
bildung entgegen. Vermindert den Juckreiz und lindert Entzündungen.

Nachteile: Nicht für die Anwendung bei nässenden und/oder stark geröteten Herden geeignet. Darf
nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Kleinkindern angewandt werden. Ganz
besondere Vorsicht ist geboten bei der Anwendung in Körperfalten und im Intimbereich.



Die Bestrahlungs- oder Licht-Therapie

UV-B-Therapie. Für die dermatologische Lichttherapie wird überwiegend UV-B-Licht verwendet. Man unterschei-
det hierbei in Breitspektrum- und Schmalspektrum-UV-B-Therapie.

Bei der Breitspektrum-Therapie wird der gesamte Körper in speziellen Kabinen bestrahlt. Die Anzahl und Dauer
der Sitzungen richten sich nach dem jeweiligen Hauttyp sowie der Ausweitung und Intensität der Psoriasis. Bei
der UV-B-Schmalspektrum-Therapie wird eine spezielle Leuchtstoffröhre zur punktuellen Behandlung betroffener
Hautareale verwendet. Oftmals wird die energiereiche UV-B-Strahlung zusätzlich mit Medikamenten wie Korti-
son oder Vitamin D3-Abkömmlingen kombiniert.

Vorteile: Gilt als Standardtherapie bei mittlerer bis schwerer Psoriasis. Hemmt die übermäßige
Zellaktivität durch Beeinflussung immunbiologischer Prozesse. Größere Hautbereiche können
problemlos behandelt werden.

Nachteile: Als akute Nebenwirkung ist vor allem Sonnenbrand zu nennen, der sowohl leichte Haut-
rötungen als auch schwerere Verbrennungen (Bläschenbildung) mit sich bringen kann. Langfristig
könnte eventuell ein erhöhtes Krebsrisiko bestehen.


PUVA-Therapie.
Auch als Photochemotherapie bekannt. Die Bezeichnung PUVA-Therapie setzt sich aus
einer Kombination von UV-A-Bestrahlung und Psoralen zusammen. Psoralen sind Medikamente, die die Licht-
empfindlichkeit steigern, um eine effektivere Wirkung zu erzielen. Diese Methode wurde in den 1970ern speziell
für die Behandlung der Psoriasis entwickelt. Die „Lichtempfindlichkeitssteigerer“ können sowohl in Form von
Tabletten, Creme oder über das Badewasser mittels speziellen Zugaben über die Haut aufgenommen werden.

Vorteile: Hat sich insbesondere bei der Behandlung von „gewöhnlicher Schuppenflechte“ bewährt.
Eignet sich besonders in Kombination mit topischen Medikamenten wie Kortikoiden oder Taza-
roten. Hat nebenbei einen positiven psychischen Nutzen für den Patienten, da die Haut durch die
Einnahme von oben beschriebenen Tabletten oder Badezusätzen (nicht aber durch Cremes)
gleichmäßig gebräunt wird.

Nachteile: Bei zu langer Bestrahlungszeit kann ein leichter bis schwerer Sonnenbrand hervorge-
rufen werden. Durch langfristige Anwendung kann es zur vorzeitigen Hautalterung kommen.
Aufgrund von langfristiger Anwendung können Pigmentstörungen der Haut auftreten.


Lasertherapie.
Mit dem relativ neuartigen Excimer-Lasersystem aus den USA ist es möglich, das UV-B-Licht
gezielt auf die betroffenen Hautareale anzubringen, ohne dass die gesunde Haut Schaden nimmt. Durch die
punktgenaue Behandlung ist eine Bestrahlung mit einer hohen Dosis an UV-B-Licht problemlos möglich.

Vorteile: Die gesunde Haut wird bei der Behandlung nicht angegriffen und so das Risiko für Haut-
schädigungen reduziert. Relativ schnelle Wirkweise, dadurch sind weniger Sitzungen notwendig.
Durch die hoch dosierte Bestrahlung kann in der Regel auf weitere Medikamente verzichtet werden.

Nachteile: Als Begleiterscheinung der Therapie treten in den meisten Fällen Hautrötungen auf.
Bei besonders hoch dosierter Strahlung kann es zu Sonnenbrand mit Bläschenbildung kommen.
Die relativ kostspielige Behandlung wird bisher nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen.



Die systemische Therapie

Acitretin. Der Wirkstoff Acitretin zählt ebenso wie Tazaroten zu den Retinoiden, also zu den Vitamin
A-Analogen. In der monotherapeutischen Anwendung hat Acitretin im Vergleich zu anderen Medikamenten
eine schwächere Wirksamkeit. In Kombination mit der PUVA-Therapie jedoch, kann eine Wirkungsverstärkung
erzielt werden.

Vorteile: Besonders positive Effekte in der Behandlung von Psoriasis pustulosa, insbesondere bei
Psoriasis pustolosis palmo-plantaris. Eine Kombination – z.B. mit Lokal-Therapeutika wie Kortiko-
iden, Vitamin D3-Analogen und Cignolin – ist möglich. Wie bereits erwähnt, hat der Wirkstoff in
Kombination mit der PUVA-Therapie eine höhere Wirksamkeit.

Nachteile: Vor allem bei höherer Dosierung kann es zu Mund- und Augentrockenheit sowie zu
spröden Lippen kommen. Eine Langzeitanwendung kann zu Haarverlust führen, der jedoch nach
dem Absetzen des Medikaments in der Regel wieder zurückgeht. Acitretin ist fruchtschädigend,
das heißt, der Wirkstoff darf weder von Frauen in der Schwangerschaft oder während der Stillzeit
noch von Frauen im gebärfähigen Alter eingenommen werden.


Fumarsäureester.
Wird auch als Fumarat bezeichnet. Die im Allgemeinen positive Wirkung auf die erkrankte
Haut ist bereits seit 1959 bekannt. Die Therapie mit Fumarsäureester eignet sich speziell für die Behandlung
von Psoriasis vulgaris.

Vorteile: Reguliert die zu schnelle Zellerneuerung der Haut und hat entzündungshemmende
Wirkung. Kann (unter ärztlicher Aufsicht!) als Dauerbehandlung über einen Zeitraum von bis zu 2
Jahren angewandt werden. Bei längerer Anwendung auch positive Wirkung auf befallene Nägel
und Gelenke.

Nachteile: Häufigste Nebenwirkung ist eine Störung des Magen-Darm-Traktes, die sich unter
anderem durch Unwohlsein und Durchfall äußern kann. Typische Begleiterscheinungen sind
aufsteigende Hitze und ein gerötetes Gesicht sowie Kopfschmerzen, die nach wenigen Minuten,
aber auch erst nach einigen Stunden nachlassen können. In seltenen Fällen kann es zu vermehrter
Eiweißausscheidung kommen. Daher sind regelmäßige Kontrollbesuche beim Arzt notwendig, wo
auch Blutbild, Leber- und Nierenwerte überprüft werden müssen.


Ciclosporin. Eingesetzt wird dieser Wirkstoff seit den frühen 1980ern nach Organverpflanzungen. Hierbei
verhindert Ciclosporin, dass der Körper das fremde Organ ablehnt. Nachdem sich eine positive Wirkung nach
Einnahme des Medikaments bei Patienten mit Schuppenflechte zeigte, wurde das Arzneimittel auch zur
Behandlung bei Psoriasis zugelassen. Der Wirkstoff wird in Kapselform oder als Trinklösung eingenommen
und hemmt die Aktivität der Entzündungszellen.

Vorteile: Wird überwiegend bei der Behandlung von Psoriasis vulgaris eingesetzt, ist aber auch bei
Erythrodermie (Befall des gesamten Körpers) wirksam. Meist ist bereits nach kurzer Anwendung
(4 bis 6 Wochen) eine erste Hautverbesserung zu erkennen. Bei Patienten, die besonders auf den
Wirkstoff ansprechen, kann nahezu eine völlige Erscheinungsfreiheit erzielt werden.

Nachteile: Zu den Nebenwirkungen zählen oftmals Einschränkung der Nierenfunktion, Entstehung
oder Verschlechterung des Bluthochdrucks, verstärkter Haarwuchs sowie Zahnfleischwucherungen
und Müdigkeit. Regelmäßige Kontrollbesuche beim Arzt, wobei die Nieren-, Blut, Leber- und
Blutfettwerte gemessen werden, sind daher unumgänglich. In Einzelfällen kann es – insbesondere
bei Patienten, die mehrmals die PUVA-Therapie angewandt haben – zur Entwicklung von
oberflächlichen Hauttumoren kommen.

Methotrexat. Methotrexat, kurz MTX, findet bereits seit den 1950ern Anwendung in der innerlichen Behandlung
von Psoriasis. Ursprünglich wurde der Wirkstoff allerdings für die Behandlung in der Krebstherapie entwickelt.
Eingenommen wird MTX in Form von Tabletten oder er wird direkt in die Vene eingespritzt.

Vorteile: Hemmt Entzündungen der Haut und verlangsamt das Zellwachstum. Findet häufig
Anwendung in der Behandlung von Psoriasis-Arthritis und Psoriasis pustulosa. Bei der Behandlung
von Psoriasis-Arthritis kann meist eine weitere Zerstörung von Knorpeln und Knochen verhindert
werden.

Nachteile: Eignet sich lediglich zur kurzzeitigen Therapie, da sich der Körper die Gesamtmenge
des verabreichten MTX "merkt", das heißt, es kann zu einer so genannten "kumulativen Toxizität"
kommen. Das MTX wird vom Körper nicht abgebaut oder ausgeschieden, so dass die Menge des
Wirkstoffes im Körper ständig zunimmt. Im schlimmsten Fall kann dies mit einer Vergiftung enden.
Es ist daher nötig, die Leberfunktion und das Blutbild bei regelmäßigen Kontrollbesuchen beim Arzt
zu überprüfen. Sollte nicht mit einer Licht-Therapie kombiniert werden.


Biologicals.
Relativ neue Präparate-Gruppe (vorwiegend auf dem amerikanischen Markt erhältlich). Biologicals
sind speziell für die Behandlung von Psoriasis genetisch hergestellte, injizierbare Medikamente, die die Funktion
der T-Zellen hemmen, die wahrscheinlich maßgeblich am Ausbruch der Hautkrankheit beteiligt sind.

Bislang ist es noch zu früh, Vor- und Nachteile der Biologicals aufzuzeigen, da die meisten
Medikamente noch auf ihre Wirksamkeit, Verträglichkeit und Nebenwirkungen überprüft werden.

Sole-Therapie. Ein Sole-Bad, also ein Bad in salzhaltigem Wasser, kann entzündungsfördernde Stoffe aus
der psoriatischen Haut herausspülen. Insbesondere in Kombination mit einer Licht-Therapie können positive
Effekte erzielt werden.

Die Therapie sollte nicht bei Patienten mit Wunden oder Rissen in der Haut angewendet werden;
auch nicht bei Menschen, die an zusätzlichen Infektions- und/oder Herz-Kreislauferkrankungen
leiden.

(Quelle: www.aqeo.de – Boots Healthcare International)


HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN (FAQ)

Welchen Einfluss hat die Psoriasis auf die Lebenserwartung?

Die Erkrankung ist, nach medizinischer Definition, gutartig. Die Lebenserwartung ist bei Psoriasis
grundsätzlich nicht verändert.

Ist die Schuppenflechte heilbar?

Wenn Sie Heilung als Beseitigung der Ursachen auffassen: nein. Heilung bedeutet aber auch
Symptomlinderung bzw. -freiheit. Dies ist mit der modernen Behandlung der Psoriasis erreichbar.
Allerdings müssen Sie mit einem Widerauftreten der Beschwerden rechnen.

Ist die Schuppenflechte ansteckend?

Nein. Schuppenflechte ist genetisch bedingt. Sie hat weder etwas mit der persönlichen Hygiene zu
tun, noch kann sie durch Berührungen oder sexuelle Kontakte übertragen werden.

Kann es sein, dass sich die Schuppenflechte von alleine bessert, z.B. im Alter?

Wie bei jeder Erkrankung gibt es spontane Besserungen. Regelhaft wird die Psoriasis aber nicht
besser – auch nicht im Alter.

Führt Psoriasis irgendwann zu Hautkrebs?

Nein. Trotz der beschleunigten Zellteilungsrate in der betroffenen Haut ist noch nie eine Häufung
von Hautkrebs oder ähnlichem beim Patienten mit Schuppenflechte beobachtet worden.

Werden meine Kinder ebenfalls Schuppenflechte bekommen?

Das ist möglich. Bei Kindern mit einem an Psoriasis erkrankten Elternteil ist die Wahrscheinlich-
keit, dass die Krankheit im Laufe des Lebens ausbricht, circa fünfmal größer als bei gesunden
Eltern. Haben Vater und Mutter Psoriasis, ist das Risiko sogar 20-mal höher.

Ich wünsche mir ein Kind, habe aber starke Schuppenflechte. Verschlechtert sich die Haut in
der Schwangerschaft?

Das ist leider nicht vorhersehbar; sowohl eine Verbesserung wie auch eine Verschlechterung sind
möglich. Der Ablauf der Schwangerschaft selbst ist durch eine Psoriasis nicht gefährdet. Wichtig:
Bestimmte Medikamente, z.B. Retinoide, dürfen kurz vor und während der Schwangerschaft nicht
genommen werden.

Gibt es eine Standardbehandlung?

Nein. Da die individuelle Ausprägung der Schuppenflechte ganz unterschiedlich sein kann, ist auch
die Behandlung individuell zu gestalten. Zudem können im Laufe von Monaten oder Jahren verschie-
dene Verfahren – auch miteinander kombiniert – zum Einsatz kommen. Im Allgemeinen gilt aber,
dass mit lokalen Therapien und/oder Lichtbehandlungen begonnen wird, bevor systemische
Therapien angewendet werden.

Wie lange dauert es, bis sich bei einer Behandlung mit Vitamin-D3-Präparaten erste Besserungen
zeigen?

In vielen Fällen sind bereits nach rund 2 Wochen erste Ergebnisse zu sehen. Grundsätzlich gilt
aber auch bei diesem bewährten Wirkstoff, dass bis zu 4 oder 6 Wochen vergehen können, bevor
sichtbare Verbesserungen zu erzielen sind. So lange sollte mit der Behandlung auch fortgefahren
werden.

Können Teerpräparate Hautkrebs verursachen?

Nein. Mehrfache Untersuchungen haben gezeigt, dass auch die langjährige Behandlung mit Teer-
präparaten zu keiner Erhöhung des Hautkrebsrisikos führt.

Worauf muss ich bei Kopf-Psoriasis besonders achten?

Um zunächst die Schuppen zu lösen, sollte ein Salicyl-Öl-Präparat verwendet werden. Dieses
wird einmassiert und kann über Nacht, ggf. mit einer Duschhaube abgedeckt, einwirken und
am nächsten Morgen ausgewaschen werden. Neben den bekannten teer- und gerbstoffhaltigen
Shampoos gibt es auch Lösungen, meist auf alkoholischer Basis. Steroid-Lösungen werden bei
entzündlichen, aufgekratzten Formen angewendet (Steroid ist ein Sammelbegriff für Medikamente,
die chemisch wie bestimmte Hormone der Nebennierenrinde aufgebaut sind). Auch Vitamin- D-Sub-
stanzen sind in Lösungen verfügbar. Sie wurden eigens für die Therapie behaarter Körperstellen
entwickelt. Dabei wird das Haar über den betroffenen Stellen gescheitelt und die Lösung sparsam
und sorgfältig einmassiert.

Außerdem bietet Ihnen Ihre Markt-Apotheke ein hervorragendes Sortiment dermatologisch einwand-
freier Shampoos für psoriatische Haut, die der übermäßigen Schuppenbildung entgegen wirken,
Juckreiz lindern, für die Rückfettung der Kopfhaut sorgen und dem Haar einen feinen seidigen Glanz
verleihen (Die richtige Pflege psoriatischer Haut).

Meine Haut trocknet immer so schnell aus, besonders wenn ich sie mit Dithranol-Präparaten
behandle. Was kann ich dagegen tun?

Trockene und spröde Haut kommt nicht alleine durch die Behandlung mit Teer oder Dithranol
zustande, sondern ist auch eine Folge der Psoriasis selbst. Sie sollten eine Basisbehandlung
mit hautpflegenden Präparaten vornehmen. Gegen trockene spröde Haut helfen ölhaltige und
rückfettende Pflegebäder sowie fetthaltige und feuchtigkeitsspendende Cremes und Körperlotions.

In Ihrem Kompetenzzentrum für Hautgesundheit in Ihrer Markt-Apotheke berät man sie gerne und
hält spezielle Körperpflege-Produkte speziell für psoriatische Haut für Sie bereit – Die richtige
Pflege psoriatischer Haut
.

Welchen Einfluss hat die Ernährung?

Soweit bekannt, ist die Art der Ernährung nicht ursächlich an der Psoriasis beteiligt. Deswegen gibt
es auch keine spezielle „Psoriasis-Diät“. Aber eine gesunde, vollwertige Ernährung beeinflusst viele
Erkrankungen positiv, auch die Schuppenflechte. Zahlreiche Patienten berichten auch von einer
Verschlimmerung ihrer Beschwerden, wenn Sie Alkohol trinken. In diesen Fällen sollte man ganz
auf alkoholische Getränke verzichten.

Interessantes und Wissenswertes zu diesem Thema finden Sie auch in Ernährungs-Tipps.

Darf ich regelmäßig ins Solarium gehen bzw. im Sommer sonnenbaden?

Bei ca. 80 % aller Psoriasis-Patienten verbessert sich die Haut durch Sonnenschein. Aber Vorsicht
ist geboten, da jeder Sonnenbrand zu neuen Schüben führen kann. Beachten sollte man auch,
dass bestimmte Präparate, z.B. Teer, die Haut lichtempfindlicher machen. Diese also erst nach
dem Strandbesuch anwenden! Solarien sollten nicht benutzt werden, sofern sie nicht spezielles
UV- B-Licht ausstrahlen. Daher vorher unbedingt den Hautarzt fragen.

Meine Tochter hat seit einem halben Jahr Schuppenflechte und bekommt Probleme in der Schule.
Was kann ich machen?

Gerade Kinder leiden unter sozialer Ablehnung, da sie die Abwehrreaktion ihrer Mitmenschen noch
nicht begreifen. Sie brauchen deswegen ein hohes Maß an Zuwendung innerhalb der Familie.
Wichtig ist auch, den Klassenlehrer über die Erkrankung Ihrer Tochter zu informieren. Im Unterricht
kann die Thematik dann angemessen behandelt werden. So kann die Integration von Kindern mit
chronischen Erkrankungen verbessert werden.

Ich leide stark unter meinem Aussehen. Da keine Behandlung so richtig anschlägt, habe ich schon
mehrfach den Arzt gewechselt. Vergeblich! Was kann ich noch tun?

Die seelische Verfassung und die persönliche Akzeptanz der Erkrankung Ihrer Haut sind für den
Therapieerfolg sehr wichtig! Dies wird oft unterschätzt. Es wäre schön, Sie könnten lernen, wie Sie
sich selbst mit Ihrer Erkrankung akzeptieren und Ihr Leben darauf einstellen können. Die Erfahrung
von Psoriasis-Patienten zeigt:

Wenn Sie sich selbst angenommen haben, werden Sie auch von den meisten Mitmenschen
akzeptiert, und zwar so, wie Sie sind. Ein häufiger Arztwechsel hilft über diesen eigenen Schritt
nicht hinweg.

Wer hilft mir dabei, mit meinen schweren Hautveränderungen besser zu leben?

Empfehlenswert ist die Hilfestellung durch Patientenorganisationen oder Selbsthilfegruppen. Unter
Hier erhalten Sie das ganze Jahr über Rat und Hilfe finden Sie unter anderem die Adressen wich-
tiger Institutionen, Organisationen und Selbsthilfegruppen, an die Sie sich wenden können.

Manchmal kann es auch sehr hilfreich sein, einen Arzt für psychosomatische Medizin oder einen
Psychologen zu einem beratenden Gespräch aufzusuchen.

(Quellen: www.informationszentrale-haut.de; Schering Deutschland GmbH)



ERNÄHRUNGSTIPPS FÜR PSORIATIKER

Wie bereits erwähnt, gibt es keine allgemeingültige Diät für Psoriatiker, deren Wirkweise wissenschaftlich belegt
ist; denn so individuell jede Psoriasis verläuft, so individuell sind auch die (Haut-)Reaktionen auf bestimmte
Lebensmittel. Folgende Ernährungstipps resultieren aus bestehenden Empfehlungen von Experten oder
Erfahrungsberichten von Psoriasispatienten:

Getränke. Versuchen Sie möglichst viel zu trinken (mindestens 2 Liter Flüssigkeit pro Tag). Meiden Sie dabei
kalorienhaltige Getränke wie süße Limonaden und Säfte. Auch Möhren- und Tomatensaft können Krankheits-
schübe provozieren. Alkohol sollten Sie - wenn überhaupt - nur gelegentlich und vor allem in Maßen konsu-
mieren, denn es ist bekannt, dass Alkohol einen Schub beeinflussen oder sogar auslösen kann.

Obst. Da jede Psoriasis unterschiedlich verläuft, müssen Sie individuell für sich Ihren persönlichen "Obstkorb"
bestimmen. Besonders Zitrusfrüchte bewirken aufgrund ihrer Inhaltsstoffe bei vielen Betroffenen ein Aufblühen der
Psoriasis. Bananen hingegen gelten als allgemein gut verträglich.

Gemüse. Gemüse stellt in der Regel keine Gefahr dar, besonders Kohlsorten aller Art sind überwiegend gut
hautverträglich.

Getreide. Verwenden Sie möglichst nur Getreide in seiner reinen Form (ohne Konservierungsstoffe und
Backmittel). Kaufen Sie am besten nur dort Teigwaren, wo Sie sich der Inhaltsstoffe sicher sein können. Bei
Nüssen als Beigabe zum Teig ist Vorsicht geboten: Besonders Haselnüsse und Walnüsse sowie deren Öle
können Schübe verursachen, da deren Inhaltsstoffe stark aromahaltig sind bzw. die Hautgefäße beeinflussen
können.

Fette. Ziehen Sie pflanzliche Fette den tierischen vor, da sie reich an wertvollen ungesättigten Fettsäuren sind.
Zum Braten eignen sich besonders Sonnenblumen- und Olivenöl. Bei Margarinen ist Vorsicht geboten. Sie
enthalten zwar viele ungesättigte Fettsäuren, oft aber auch Zusatzstoffe, die sich ungünstig auf die Krankheit
auswirken können.

Milchprodukte. Der Verzehr von Milchprodukten ist für viele Psoriatiker problematisch; so enthält z.B. ungefähr
die Hälfte aller Käsesorten ungünstige Zusatzstoffe. Joghurts, sofern sie möglichst keine Nüsse enthalten, gelten
im Allgemeinen als gut verträglich.

Fleisch und Fisch. Beim Verzehr von Fleisch sollten Sie darauf achten, dass es mager und unbehandelt ist
(möglichst wenig oder gar kein mariniertes oder geräuchertes Fleisch). Außerdem enthält Fleisch, wie viele
andere tierische Produkte, Arachidonsäure (unter anderem in Thunfisch, Schweineschmalz und Kalbfleisch).
Diese Säure ist an den entzündlichen Prozessen unseres Körpers beteiligt; so auch an den Hautveränderungen
der Psoriasis.

Zum Fischgenuss eignen sich besonders Tiere aus kalten Gewässern, z.B. Heringe, Lachs und Makrele, da sie
reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Omega-3-Fettsäuren gelten als natürliche Gegenspieler zur Arachidonsäure.
In psoriatischer Haut konnte eine 20fach höhere Konzentration an Arachidonsäure nachgewiesen werden. Grund
genug, weniger tierische Produkte zu sich zu nehmen.

Gewürze. Würzen ist für fast jeden Psoriatiker problematisch. Gewürze wie Kümmel, Pfeffer und Muskat gelten
aufgrund der stark aromahaltigen Inhaltsstoffe als nicht zu unterschätzende Auslöser, aber Sie können sich mit
frischen Kräutern helfen. Auch Knoblauch, Salz, Estragon, Schnittlauch und Ingwer sind im Allgemeinen
unbedenklich.

(Quelle: aqeo.de - Boots Healthcare International)



"Reif für die Insel" ist jeder von uns hin und wieder. Kein Wunder, denn Urlaub bedeutet für die meisten Ruhe und
Erholung - eine Auszeit vom alltäglichen Leben. Speziell für Menschen mit Psoriasis sind u. a. folgende
Reisetipps besonders wertvoll, da die Reiseziele aufgrund des Klimas nicht nur Entspannung für die Seele
bedeuten, sondern ebenso für die gestresste Haut:

An Nord- und Ostsee, am Mittelmeer genießen viele Psoriatiker regelmäßig das Reizklima, das sich im
Zusammenspiel mit der mineralhaltigen Luft und der frischen Meeresbrise besonders günstig auf die Haut
auswirken kann. Insbesondere dem Meersalz wird eine schuppenlösende Wirkung zugesprochen.

In der warmen Jahreszeit verläuft die Schuppenflechte oft milder, da das Sonnenlicht einen günstigen
Einfluss auf das Krankheitsbild und den Krankheitsverlauf hat.

Dieser Effekt kann im Zusammenwirken mit weiteren Faktoren zur Abheilung der Psoriasisherde ausgenutzt
werden: Durch die Verdunstung unter der südlichen Sonne ist das Wasser des abflusslosen Toten Meeres zur
konzentrierten Sole geworden. Wird die mit der Sole benetzte Haut der intensiven Sonnenbestrahlung ausge-
setzt, lässt die Kombination aus Salz und UV-Licht die Schuppenflechte schnell abheilen und oft für längere Zeit
verschwinden. Aber: Nicht jeder verträgt das extreme Klima. Besonders Herz-Kreislauf-Patienten sollten vorab
mit ihrem behandelnden Arzt sprechen!

Die Erfolge einer Klima-Therapie am Toten Meer sind erstaunlich. Verschiedene Studien belegen, dass mindes-
tens 85 % der Patienten innerhalb von 4 Wochen eine starke Verbesserung ihres Krankheitsbildes aufweisen.
Wichtig: Die Heilbehandlung am Toten Meer ist kein Vergnügen, sondern harte Arbeit, die die Patienten täglich
fordert. Dafür aber sind die Aussichten auf Erfolg fast gewiss. Die Krankenkassen übernehmen einen Teil der
Kosten.

Viele kennen die positive Wirkung der Sonneneinwirkung bereits aus der Licht-Therapie. UV-Strahlung kann sich
günstig auf das Hautbild auswirken. Umso besser, wenn man diese Behandlungsmöglichkeit in ähnlicher Weise
auch im Urlaub, z.B. in den Alpen, "durchführen", besser noch: genießen kann. Denn durch die besondere
Höhenlage der Alpen ist die mit speziellen Heilwirkungen verbundene UV-Strahlung besonders intensiv. Auch
im warmen Süden kann ein Urlaub für Menschen mit Psoriasis das Richtige sein.

Vorsicht vor Sonnenbrand!

Ein Sonnenbrand muss unter allen Umständen vermieden werden! Gerade in Akutphasen kann schon ein
leichter Sonnenbrand in eine großflächige Schuppenflechte umschlagen. Dieses Phänomen wird als "Licht-
Köbner" bezeichnet.

Absolut verboten sind Sonnenbäder während einer photochemotherapeutischen Behandlung, also nach der
Einnahme eines Psoralpräparates. Jede Missachtung dieses Verbotes kann zu schweren Augenschäden und
Verbrennungen führen. Auch andere pharmazeutische Präparate können zu einer gesteigerten Sonnen-
empfindlichkeit führen.

(Quellen: www.aqeo.de; Leo Pharma; Hermal)


Hautpflege im Urlaub

Damit der Urlaub auch zur richtigen Erholung wird, sollten einige einfache Tipps beherzigt werden, dann steht
der Erholung nichts mehr im Wege:

  • Schützen Sie sich vor Hautverletzungen und Insektenstichen! Beides kann zu Sekundärinfektionen
    und in der Folge zu neuen Psoriasis-Schüben führen.

  • Die medizinische Behandlung mit Hautlotionen und Pflegemitteln gegen Psoriasis sollte, nach Rück-
    sprache mit dem behandelnden Arzt, grundsätzlich auch im Reiseland fortgesetzt werden. Nehmen
    Sie ausreichende Mengen der Produkte mit, die Ihre Haut gewöhnt ist und gut verträgt. Verzichten Sie
    auf Experimente mit neuen, unbekannten Hautlotionen.

  • In feuchtwarmen Klimazonen sollte auf die Verwendung von fettenden Cremes verzichtet werden. Eine
    Überfettung kann zum Ausbruch neuer Psoriasisherde führen.

Vor Reiseantritt empfehlen wir den Besuch in Ihrem Kompetenzzentrum für Hautgesundheit in der Markt-
Apotheke. Dort erhalten Sie entsprechend Ihres Urlaubs- oder Kurortes die jeweils geeigneten Präparate für
eine sonnenschutzsichere Zeit, die darüber hinaus Ihre Haut pflegt und ihr alles gibt, was sie braucht, um sich
rundum wohl zu fühlen.

Medikamente und Sonne vertragen sich oft nicht

Einige Medikamente können in Verbindung mit Sonnenstrahlung unerwünschte Wirkungen entfalten. So können
Psoralen oder teerhaltige Präparate die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Aber auch bei anderen Arznei-
mitteln ist Vorsicht geboten, wie z.B. Medikamente: zur Behandlung rheumatischer Beschwerden, Antibiotika,
Schlafmittel, kortisonhaltige Präparate und einige pflanzliche Arzneien wie Johanniskraut. Im Zweifelsfall sollte
man den Rat eines Arztes oder Ihrer Markt-Apotheke einholen.

(Quelle: www.psoriasiswelt.de)



11 GENERELLE EMPFEHLUNGEN

  1. Versuchen Sie, eine positive Einstellung zur Ihrer Hauterkrankung zu gewinnen. Lassen Sie sich von
    Ihren Beschwerden nicht die Laune verderben und denken Sie positiv. Denn je wohler Sie sich fühlen,
    desto besser geht es Ihrer Haut!

  2. Vermeiden Sie körperlichen und seelischen Stress. Stress kann körperliche Beschwerden verstärken
    oder auch auslösen – auch Psoriasisschübe. Versuchen Sie es zur Stressbewältigung einmal mit
    einer Entspannungstechnik wie Yoga oder Autogenes Training.

  3. Obwohl wissenschaftlich noch nicht belegt werden konnte, wird vermutet, dass auch die Ernährung
    den Hautzustand beeinflusst. Führen Sie ruhig einmal eine Zeit lang ein Ernährungstagebuch. Das
    kann Ihnen helfen, mögliche Auslösefaktoren zu identifizieren (siehe auch Ernährungstipps).

    Wer beobachtet, wie die Haut sich verschlechtert, sucht allzu oft Trost im Alkohol oder bei Süßigkeiten.
    Wenn dann die Haut deswegen schlechter wird, wird die Therapie erst recht vernachlässigt. Damit be-
    ginnt oft ein Teufelskreis, aus dem nur schwer auszubrechen ist. Laden Sie dann erst recht Freunde ein.
    Verwöhnen Sie sich mit einem gemütlichen Bad und einem guten Buch oder planen Sie ein verlängertes
    Wochenende an einem See, am Meer oder in den Bergen.

  4. Glauben Sie keinen dubiosen Heilversprechen, sondern stimmen Sie alle Behandlungen mit Ihrem Arzt
    ab.

  5. Informieren Sie sich über Ihre Krankheit – beim Arzt, in Ihrer Markt-Apotheke, in Büchern oder in
    Selbsthilfegruppen.

  6. Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt und in Ihrer Markt-Apotheke gründlich über die richtige Anwendung
    von Medikamenten, Salben etc.

  7. Denken Sie immer daran, und sagen Sie es notfalls laut: Psoriasis ist nicht ansteckend!

  8. Sprechen Sie mit Freunden und Verwandten über ihre Krankheit. Schließen Sie sich einer Selbsthilfe-
    gruppe an. In fast jeder Stadt gibt es Ortsgruppen. Kontaktadressen finden Sie unter Hier erhalten Sie
    das ganze Jahr über Rat und Hilfe
    oder fragen Sie in Ihrer Markt-Apotheke nach Kontaktadressen.

  9. Verlieren Sie nicht Ihre Zeit mit Selbstmitleid – davon wird die Krankheit nicht besser. Verzweifeln Sie
    nicht. Kummer kann die Schuppenflechte verschlechtern. Vor allem aber: Versuchen Sie, sich nicht
    zu schämen oder die Erkrankung zu verstecken.

  10. Physikalische Reize wie Druck, Verletzungen oder eine ständige mechanische Belastung können eine
    Psoriasis verschlimmern oder auslösen. Um eine Verschlimmerung der belasteten Haut zu vermeiden,
    sollten Sie auf keinen Fall Hautschuppen abkratzen. Am behaarten Kopf dürfen die Schuppen vorsichtig
    herausgekämmt, jedoch nicht herausgekratzt werden.

  11. Kleidung, die zu Druck oder Reibung auf der Haut oder zu Infektionen führen können, ist für Menschen
    mit Psoriasis ungeeignet. (Auch die Reibung von Haut auf Haut sollte vermieden werden.) Empfehlens-
    wert ist bequem sitzende Kleidung aus Baumwolle, Leinen oder Seide. Männer können anstelle von
    Unterhosen Boxershorts tragen. Im Sommer sind offene Sandalen das Beste für die Füße.

    Enge Jeans oder Kragen an Hemden, die unnötig scheuern, sollten Psoriatiker möglichst selten an-
    ziehen. Turnschuhe, in denen die Füße stark schwitzen, sollten nur beim Sport getragen werden. Und
    selbstverständlich sind, wenn die Kopfhaut mit betroffen ist und stark schuppt, dunkle Kleidung eher
    ungünstig.

(Quellen: www.informationszentrale-haut.de; Leo Pharma)


SELBST-MANAGEMENT IST WICHTIG!

Bei einigen Menschen bestimmt Psoriasis das Leben. Sie leben ständig in der Angst vor einem weiteren Schub
oder verbringen den Tag mit der Suche nach neuen Therapiemöglichkeiten. Zeit für andere Freizeitaktivitäten
bleibt kaum noch. Allein durch diesen hohen Stellenwert der Krankheit im Leben des Betroffenen nimmt die
Lebensqualität merklich ab.

Eine Alternative wäre der Versuch, mit der Psoriasis zu leben, anstelle für die Psoriasis! Nach dem Motto:
„Soviel wie nötig, aber so wenig wie möglich gegen die Psoriasis tun.“ Die Erkrankung wird als Belastung
anerkannt, die zwar Aufmerksamkeit fordert, aber nicht das ganze Leben bestimmen darf.

Diese Möglichkeiten sind sicherlich überspitzt dargestellt. In der Regel mischen sich günstige und ungünstige
Einstellungen. Es gibt Zeiten, in denen es besser oder auch schlechter gelingt, mit der Krankheit zu leben.

Die eigene Einstellung ist wichtig:

Bitte nicht!
Leben gegen die Schuppenflechte
  Das hilft!
Leben mit der Schuppenflechte
     
Die Krankheit bekommt einen großen Platz im Leben
und bestimmt im Wesentlichen die Interessen des
Betroffenen.
  Die Krankheit bekommt einen möglichst kleinen Platz
im Leben.
     
Der Erkrankte versucht, sich immer wieder im Kontakt
mit Ärzten abzusichern. Er neigt dazu, Therapien
abzubrechen und/oder häufig den Arzt zu wechseln.
  Der Betroffene interessiert sich selbst für Behandlungs-
möglichkeiten und fällt selbstständig
Entscheidungen.
     
Das Hadern nimmt kein Ende; der Wunsch nach Hei-
lung ist übermächtig.
  Nach einiger Zeit des Haderns wird die Krankheit
angenommen, und die verordneten Therapien werden
akzeptiert.
     
Interessen-, Antriebs- und Lustlosigkeit machen sich
breit.
  Viele Interessen werden angestrebt, manchmal auch
auf die Gefahr hin, sich zu überfordern.
     
„Ohne Schuppenflechte wäre alles besser!“
Die Krankheit wird für fast alle Probleme verantwortlich
gemacht.
  „Die Schuppenflechte bestimmt nicht allein über mein
Wohl und Wehe!“

(Quelle: www.informationszentrale-haut.de)

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IHRE APOTHEKE FÜR GESUNDHEIT, ERNÄHRUNG UND BEAUTY LÄDT SIE EIN!

Für eine Vortragsveranstaltung mit anschließender Diskussion zum Thema „Leben mit Schuppenflechte“
konnte Ihre Markt-Apotheke einen renommierten und sehr erfahren Dermatologen gewinnen: Hautarzt Dr. med.
H.-F. Döring aus Troisdorf.

  • „Leben mit Schuppenflechte“ ist für Betroffene, Angehörige und Interessierte gleichermaßen interessant.
    Die Teilnahme ist kostenfrei.

  • Notieren Sie sich den 8. November 2005 am besten gleich in Ihren Kalender. Die Veranstaltung beginnt
    um 19 Uhr. Ort: Schachraum im Bürgerhaus Troisdorf Mitte.

  • Anmeldungen/Platzreservierungen: Nur (!) in Ihrer Markt-Apotheke (telefonisch, per Fax und E-Mail
    unter info@apotheke-troisdorf.de und persönlich)
  • Hier können Sie sich Ihre persönliche Einladung als PDF herunterladen. Oder fragen Sie in
    Ihrer Markt- Apotheke nach einem Exemplar.

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DIE RICHTIGE PFLEGE PSORIATISCHER HAUT

Trockene, gerötete, schuppige, juckende, entzündete Haut braucht eine spezielle Pflege, um sich rundum wohl
zu fühlen.

Besonders Menschen mit Schuppenflechte sollten ihre Haut sehr sorgfältig pflegen. Ihre Haut ist häufig nicht nur
an den psoriatischen Stellen trocken, sondern auch dort, wo sie ganz „normal“ aussieht.

  1. Durch entsprechende fetthaltige Präparate lassen sich der Fettgehalt und die Geschmeidigkeit der Haut
    verbessern.
  • Pilzen, Bakterien und andere Mikroorganismen sowie mögliche allergieauslösende Substanzen wie
    Waschmittel, Weichspüler etc. wird es damit erschwert, in die Haut einzudringen und so der Ent-
    stehung eines Ekzems (Hautausschlag) als Nachfolgeerkrankung vorgebeugt.

  • Zugleich lässt der Juckreiz nach und die „Fettung“ kann zu einer deutlichen Verbesserung des
    Hautzustandes führen
  1. Neben einer guten Hautfettung, speziell der Psoriasisherde, ist insgesamt auf eine schonende, aber
    konsequente Hautpflege zu achten. Dabei entscheidend ist nicht nur der richtige Fettgehalt, sondern
    auch der Erhalt des natürlichen Säureschutzmantels der Haut.

  2. Heißes und ausgiebiges Duschen trocknet die Haut aus, zerstört den Säureschutzmantel der Haut und
    kann zum Ausbruch eines neuen Psoriasisschubes führen. Es empfiehlt sich eine kurze, lauwarme
    Dusche.

  3. Bei der Haarwäsche sollten milde, wenig entfettende und je nach Bedarf auch juckreizlindernde Sham-
    poos angewendet werden. Bei stärkerer Schuppung kann auch in Abständen zusätzlich ein entschu-
    ppendes Haarwaschmittel verwendet werden.

  4. Wer ein wenig hart gegen sich selbst ist, kann durch ein einfaches Verfahren aus Pfarrer Kneipps Reper-
    toire seine Abwehrkräfte stärken.

    Am frühen Morgen (zwischen 6 Uhr und 8 Uhr) produziert die Nebenniere das meiste körpereigene
    Kortison. Raffen Sie sich auf, genau zu dieser Zeit nach Ihrer lauwarmen Dusche noch einen kurzen,
    ganz kalten Duschgang einzulegen. So kann die Nebenniere dazu gebracht werden, bis zu 5 mg mehr
    Kortison zu produzieren – eine ganz gehörige Menge, die die Anwendung von synthetischen Kortikoiden
    sparen helfen kann. Herz-Kreislauf-Patienten sollten vor der „Kneippschen Anwendung“ unbedingt Ihren
    Arzt fragen!

  5. Beim Baden sollte darauf geachtet werden, die Haut nicht zu lange einer Wassertemperatur von über
    35° Celsius auszusetzen. So lässt sich einer Austrocknung der Haut vorbeugen und der Juckreiz mindern.

  6. Zur Reinigung empfiehlt sich die Anwendung überfetter Seifen oder gut rückfettender Waschlotionen;
    möglichst ohne Farb- oder Duftstoffe und Konservierungsmittel.

  7. Nach dem Waschen, Duschen oder Baden sollte die Haut typgemäß gepflegt werden. Bei fetter Haut
    Lotionen verwenden, bei normaler Haut Lotionen oder Cremes, bei trockener Haut harnstoffhaltige
    Cremes, Lotionen oder Salben.

Das Kompetenzzentrum für Hautgesundheit in Ihrer Markt-Apotheke bietet Ihnen beispielsweise:

  • Intensive hauttypgerechte Beratung und individuelle Hilfestellungen bei Hautproblemen und
    Hauterkrankungen.

  • Ein mit Fach- und Sachverstand ausgewähltes, umfassendes Sortiment dermatologisch einwandfreier
    Kosmetik zur Gesichts- und Ganzkörperpflege für die ganze Familie.

  • Spezialpräparate gegen allergisch-, hormonell-, alterungs- und familiär-bedingte Hautirritationen und
    Hauterkrankungen – von Akne und Couperose (erweiterte Äderchen) bis Neurodermitis und Psoriasis
    (Schuppenflechte).

  • Dermatologisch dekorative Kosmetik und Camouflage-Produkte zur perfekten Kaschierung postoperativer
    Narben, Muttermale, Couperose, Vitiligo (Pigmentanomalien) sowie zur Teint-Korrektur.

  • Sonnenschutz-Serien (bis Schutzfaktor 60) für einen optimalen Zellschutz während und nach dem
    Sonnenbad; auch ohne chemische Filter speziell für Allergiker und Kinder und mit patentierter Wirkstoff-
    formel natürlichen Ursprungs.

  • Herstellung von Salben und Tinkturen nach vorgegebenen Rezepturen zur individuellen Hautpflege, zur
    Vorbeugung, Linderung und Heilung von Dermatosen.

In der Praxis sehr bewährt hat sich gerade bei Menschen mit psoriatischen Symptomen die Körperpflegeserie BALNEUM aqeo.

Speziell für psoriatische Haut. Von Dermatologen empfohlen. Besonders hautverträglich. Zur therapie-
begleitenden Pflege geeignet. Exklusiv in Ihrer Apotheke.

Speziell für psoriatische Haut. Von Dermatologen empfohlen. Besonders hautverträglich. Zur therapiebegleitenden
Pflege geeignet. Exklusiv in Ihrer Apotheke.

BALNEUM aqeo ist die erste komplette Körperpflegeserie, die in enger Zusammenarbeit mit Dermatologen und
Betroffenen für die tägliche Reinigung und Pflege psoriatischer Haut entwickelt wurde.

Resultierend aus dem einzigartigen Konzept „Mit Psoriatikern für Psoriatiker entwickelt“, verfügt BALNEUM aqeo
über ein ausgewähltes Angebot an Reinigungs- und Pflegeprodukten für Haut und Haar, die genau auf Ihre
Bedürfnisse abgestimmt sind:

Wertvolle natürliche Lipide und der körpereigene Feuchthaltefaktor Urea in den Hautpflegeprodukten schützen
die Haut vor Austrocknung und stärken die natürliche Barrierefunktion, während Polidocanol eventuellen Juck-
reiz spürbar mildert und so Ihre Haut beruhigt.

Für effektive Pflege und gleichzeitige Schuppenreduzierung sorgen die BALNEUM aqeo Shampoos mit dem
Anti-Schuppenwirkstoff Climbazol. Salicylsäure (zur Ablösung großer Schuppen) im Anti Schuppen Shampoo
extra stark hilft darüber hinaus festsitzende Kopfschuppen zu lösen.

Mit Ausnahme des BALNEUM AQEO Anti Schuppen Shampoos extra stark, das einen milden, auf allergie-
auslösende Substanzen getesteten Duft enthält, sind alle Produkte frei von Duft- und Farbstoffen.

Die ganz besonderen Pflegeeigenschaften der BALNEUM aqeo Pflegeserie geben Ihnen Tag für Tag genau das,
was Sie brauchen. Damit Sie sich von Kopf bis Fuß wohl fühlen.

(Quelle: www.balneum.de)

Interessante Angebote im Rahmen des aktuellen Monatsthemas Ihrer Markt-Apotheke finden Sie hier oder direkt
in Ihrem Kompetenzzentrum für Hautgesundheit in der Wilhelm-Hamacher-Straße 5.

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HIER ERHALTEN SIE DAS GANZE JAHR ÜBER RAT UND HILFE

  • Ihre Markt-Apotheke berät Sie freundlich, individuell und kompetent. Und sie hält stets umfangreiches,
    zumeist kostenloses Informationsmaterial für Sie bereit.

  • Die Apotheken Umschau
    Das Gesundheits-Magazin, bezahlt von Ihrer Markt-Apotheke, ist für Sie kostenfrei. Hier finden Sie in
    unregelmäßigen Abständen viele interessante Informationen und Neuigkeiten, Tipps und Empfehlungen
    rund um Ihre Gesundheit.

  • www.gesundheit-pro.de, das Online-Magazin der Apotheken-Umschau.


THEMA SCHUPPENFLECHTE (PSORIASIS)

Hautärzte in Troisdorf und Umgebung:

  • Gemeinschaftspraxis Dr. med. H.-F. Döring, Dr. med. H. Tüttenberg – Wilhelm-Hamacher-Straße 5,
    53840 Troisdorf; Tel. 0 22 41.7 40 09, Telefax 0 22 41.7 90 60; termin@praxisdt.de, www.praxisdt.de

  • Dr. med. A. Brücker – Bonner Straße 108, 53757 St. Augustin; Tel. 0 22 41.20 50 75 (76),
    Telefax 0 22 41.20 50 78

  • Dr. med. M. Krüger – Im Feldgarten 2, 53757 St. Augustin; Tel. 0 22 41.33 38 74

  • Dr. med. L. Ueberhorst – (Privatpraxis), Bonner Straße 118, 52757 St. Augustin; Tel. 0 22 41.20 16 01

  • Dr. med. R. Wimheuer – Burgstraße 6, 53757 St. Augustin; Tel. 0 22 41.31 59 69

  • Dr. med. U. Brauer – Tierbungertstraße 8, 53721 Siegburg; Tel. 0 22 41.97 63 41

  • Dr. med. K. Fartasch – Kaiser- Straße 34, 53721 Siegburg; Tel. 0 22 41.6 39 15

  • Dr. med. R. Feyerabend – Markt 10, 53721 Siegburg; Tel. 0 22 41.6 35 62

  • Dr. med. E. Morgenstern – Nogenter-Platz 4, 53721Siegburg; Tel. 0 22 41.5 08 00

Links zu wichtigen und interessanten Adressen

  • Deutscher Psoriasis Bund e.V., Selbsthilfe seit über 30 Jahren, Seewartenstraße 10, 20459 Hamburg,
    Tel. 0 40.22 33 99-0, Fax 0 40.22 33 99-22, E-Mail info@psoriasis-bund.de, www.psoriasis-bund.de

  • PBEH, Patientenberatung für Erkrankungen der Haut im Deutschen Psoriasis Bund e.V., Seewart-
    straße 10, 20459 Hamburg, Tel. 0 40.22 33 99-0, Fax 0 40.22 33 99-22,
    E-Mail info@hauterkrankungen.org, www.hauterkrankungen.org

  • Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft, Dachverband unabhängiger, lokaler Selbsthilfegruppen für
    Menschen mit Schuppenflechte in Deutschland, Schmitzweg 64, 13437 Berlin, Tel. 0 30.61 28 30 91,
    Fax 0 30.61 28 30 90, E-Mail psoag@gmx.de, www.psoriasis-selbsthilfe.org

  • Psoriasis Netz, Umfangreiche Internetseite zu Psoriasis, Schmitzweg 64, 13437 Berlin,
    Tel. 0 30.61 28 30 91, Fax 0 30.61 28 30 90, E-Mail redaktion@psoriasis-netz.de,
    www.psoriasis-netz.de

  • Psoriasis-Kids, Angebot für Kinder, Jugendliche und deren Angehörige, Schmitzweg 64-66,
    13437 Berlin, Tel. 0 30.61 28 30 91, Fax 0 30.61 28 30 90, E-Mail psoriasis-kids@gmx.de,
    www.psoriasis-kids.de

  • Psoriasis und Haut e.V., Selbsthilfe vor Ort, Werrestraße 94, 32094 Herford, Tel. 0 52 21.1 87 97 09,
    Fax 0 52 21.1 87 97 84, E-Mail info@pso-und-haut.de, www.pso-und-haut.de

  • Deutsche Haut- und Allergiehilfe, Fontanenstraße 14, 53173 Bonn, Tel. 02 28. 51 09-1,
    Fax 02 28.36 37 43

  • Deutsche Rheuma-Liga e.V., Maximilianstraße 14, 53111 Bonn, Tel. 02 28.76 60 60,
    Fax 02 28. 76 60 620, E-Mail bv@rheuma-liga.de, www.rheuma-liga.de

  • PSO-online, Gemeinsamer Informationsdienst der Universität-Hautklinik Freiburg und der,
    Zeitschrift PSO aktuell, www.pso-online.de

  • PSO Aktuell, Online-Dienst der Zeitschrift PSO Aktuell, www.psoaktuell.com

Bücher

Hinweis: Die aufgeführten Bücher sind keine Empfehlung der Markt-Apotheke. Sie stellen lediglich einen kleinen
Auszug aus dem Gesamtangebot aller zu diesem Thema verfügbaren Publikationen.

  • Rat und Hilfe bei Schuppenflechte
    Autoren: Dr. med. Dietlinde Burkhard, Prof. Dr. med. Klaus Degitz; Südwest Verlag, 1998;
    ISBN 3-517-06751-2

  • Schuppenflechte – Was Sie schon immer über Psoriasis wissen wollten
    Autoren: Ulrich Mrowietz; Gerhard Schmid-Ott; Verlag Karger 2002; ISBN 3-8055-7288-3

  • Psoriasis – Ursachen und Therapie der Schuppenflechte
    Autor: Matthias Augustin, Erwin Schöpf; Verlag C.H. Beck, 1999; ISBN 3-406-44725-2

  • Schuppenflechte
    Autor: Hans Meffert; Verlag Sport und Gesundheit, 1999; ISBN 3-333-00694-4; Ullstein-Taschenbuch,
    1994; ISBN 3-548-27813-2

  • Mit Psoriasis leben – Umgang und Milderung
    Autor: Johannes Müller; Verlag Piper, 1995; ISBN 3-492-12203-5

  • So lindern Sie wirksam Schuppenflechte – Alles über Ursachen und Therapie
    Autor: Eberhard Wormer; Midena Verlag, 1997; ISBN 3-310-00431-7

  • Schuppenflechte: Ursachen und Auslöser; Symptome und Diagnose; Therapie und Lebensführung
    Autoren: Siegfried Borelli, Reinhard Engst; Falken Verlag, 1995; ISBN 3-8068-1467-8

  • Wie soll man mit der Psoriasis leben?
    Autoren: Frantisek Novotny, Jarislav Hajek; Verlag Wilhelm Ennsthaler, Steyr 1994;
    ISBN 3-85068-411-3

  • Die Ernährung bei Psoriasis, Ratschläge und Kochrezepte
    Autoren: Günther Schäfer, Andrea Weylo; Karl F. Haug Verlag, 1995; ISBN 3-7760-1115-7